„Mach was draus – sei Zukunft!“ Gemeinsame Teilnahme von Sekundarschule und Gymnasium an einer MISEREOR-Aktion

Ein junger Medizinstudent aus El Salvador besuchte am 22. 03. das Schulzentrum Kreuzau im Rahmen der Fastenaktion von MISEREOR. Seine eindrucksvollen Berichte über sein Engagement für Kinder in seinem Heimatland hörten zunächst zahlreiche Schüler*innen der 7. Klassen der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen und anschließend Schüler*innen der Oberstufe des Gymnasiums.

Wir danken der Schulleitung der Sekundarschule sehr herzlich, dass wir an der von ihr initiierten und organisierten Aktion teilnehmen durften. Hier der gemeinsame Bericht:

Mach was draus – sei Zukunft: Begegnung mit Jugendlichen aus El Salvador an der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen und dem Gymnasium Kreuzau im Rahmen der MISEREOR Fastenaktion 2019.

Wie schütze ich Jugendliche vor Bandenkriminalität und Gewalt? Was bedeutet eine gut funktionierende Familie für Kinder? Wie schaffe ich berufliche und private Perspektiven in einem Land, das mit schwerwiegenden Problemen wie Armut, Gewalt und Korruption zu kämpfen hat?

Junge Menschen haben es in El Salvador nicht leicht, viele leben in beengten Verhältnissen, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch und kriminelle Banden locken mit Geld und Macht. Wie ist trotzdem Wandel möglich und wie können junge Menschen ihre Potenziale entfalten und Verantwortung für sich und ihre Lebenswelt übernehmen?

All diese Fragen versuchten der Medizinstudent Fernando Renderos und der Finanzdirektor von FUNDASAL, Julio Meléndez, den Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen sowie des Gymnasiums Kreuzau zu beantworten. In jeweils 90minütigen Vorträgen gaben die MISEREOR Botschafter in beeindruckender Weise einen Einblick in ihre Arbeit bei FUNDASAL.
Die Organisation FUNDASAL unterstützt Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die sich ein sicheres Zuhause auf dem Land aufbauen wollen. MISEREOR, die Projektpartner und die jungen Menschen in El Salvador machen sich gemeinsam stark für ein lebenswertes Umfeld und ein friedliches Miteinander. So kam Fernando Renderos bereits mit 5 Jahren, nach dem Tod seines Vaters, zur Organisation und ist bis heute geblieben. „Das Engagement ist mir in Fleisch und Blut übergegangen. Ich kann nicht anders, als den anderen das zu geben, was ich selbst erhalten habe.“ Früher selbst Schutzsuchender, bietet er heute als Freiwilliger workshops für Kinder und Jugendliche sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten bis hin zu Mathematik-Kursen an. Er wünscht sich sehr, seine Erfahrungen an möglichst viele Jugendliche weiterzugeben. Für ihn ist die Tatsache, dass für die Kinder in El Salvador kein würdiges Leben möglich scheint „ein Missstand, der zum Himmel schreit.“

Die Kreuzauer und Nideggener Schülerinnen und Schüler – von den 7. Klässlern der Sekundarschule Kreuzau bis zu den Schülern der Oberstufe des Gymnasiums, die ihren Gast z.T. auch auf Spanisch befragten – waren zutiefst beeindruckt von den lebhaften und z.T. drastischen Schilderungen und stellten immer wieder interessiert Fragen oder äußerten ihr Erstaunen und ihre Bewunderung über die Arbeit bei FUNDASAL.

„Das kann Unterricht nicht leisten“, waren sich die Lehrkräfte einig, die die Schülerinnen und Schüler im Religions-, Philosophie oder Spanischunterricht Unterricht auf den Besuch aus El Salvador vorbereitet hatten.

Der Dank der Sekundarschule und des Gymnasiums geht an alle Akteure – die Dolmetscher, die Botschafter, die Organisatoren und Freiwilligen, und vor allem an das Aachener Büro von MISEREOR, das den Besuch erst möglich gemacht hat.

28. März 2019 Autor:  Wolfgang Arnoldt 0 Kommentare

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