„Geile“ Reiseerinnerungen an die bretonische Küste

Ein Reisebericht von Sabine Dückers

„Mein Gott, ist das geil“ – so kommentierte eine Schülerin den Anblick der „Côte d’émeraude“, der bretonischen Smaragdküste am Ärmelkanal. Dorthin machte sie zusammen mit 32 weiteren Schülern und Schülerinnen der Klassen 7 und 8 einen Ausflug, nachdem sie am letzten Tag ihres Austausches vormittags die alte Korsaren-Stadt Saint-Malo besichtigt hatten. So wanderten sie begeistert entlang der Steilküste vom „Fort la Latte“ zum Cap Fréhel.

Diese Aussicht hat unseren Frankreich-Fahrern besonders gefallen.
Diese Aussicht hat unseren Frankreich-Fahrern besonders gefallen.

Aber beginnen wir am Anfang des diesjährigen Austausches mit dem „Collège Chateaubriand“, der Partnerschule unseres Gymnasiums der Gemeinde Kreuzau: Im März besuchten uns über 40 junge Franzosen, um ihre deutschen Brieffreunde, deren Unterricht und das Leben in deutschen Familien sowie unsere Gegend kennenzulernen. Sie erhielten einen Bildervortrag über die Eifel und lernten durch eine Stadtrallye, sich etwas besser in Kreuzau zu orientieren. Im Rahmen eines ganztägigen Ausflugs besichtigten die jungen Franzosen den Kölner Dom mit Altstadt, um anschließend Leckeres im Schokoladenmuseum zu sehen und zu probieren. Nach einem Deutschtraining konnten sie im Freizeitbad „Monte Mare“ schwimmen gehen, was allen riesigen Spaß bereitete. Natürlich durfte ein Besuch im „Haus der Geschichte“ in Bonn nicht fehlen, das unsere französischen Gäste gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern besichtigten, nachdem sie eine Einführung in die deutsche jüngere Geschichte erhalten hatten.

Die deutschen Schüler und Schülerinnen konnten den Gegenbesuch in der Bretagne kaum erwarten; sie kamen dann durch beständig schönes Wetter und ein vielseitiges Programm auf ihre Kosten:

Nach einem herzlichen Empfang durch die französischen Familien am Abend des Anreisetages stand am Folgetag direkt ein Ausflug nach Dinan auf dem Programm, einer reizvollen Stadt mit mittelalterlichen Stadtmauern. Der Nachmittag wurde sportlich mit Tretboot- und Kanufahren in Jugon-les-Lacs. Strahlendes Sommerwetter machte dieses Abenteuer wohl zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Natürlich stand auch eine Hospitation französischen Unterrichts durch unsere deutschen Schüler auf dem Plan. So erfuhren sie, dass Unterricht und auch Schulgebäude sehr unterschiedlich gestaltet sein können. Ein offizieller Empfang in der Plancoëter „mairie“, dem Rathaus, brachte schließlich klar zum Ausdruck, worum es bei diesen Austauschen in erster Linie geht: Eine Vertiefung der Freundschaft zwischen unseren beiden Gemeinden und Schulen, um die Verständigung und den Friedenserhalt zwischen unseren beiden Ländern zu fördern. Es geht  jedoch auch um interkulturelles Lernen, also zu erfahren, wie französische Familien leben und ihren Alltag gestalten. Der Mittwochnachmittag war sodann offen für die Teilnahme an typischen französischen Freizeitbeschäftigungen im Kreis der Gastfamilien. So fuhren einige deutsche Schüler ans Meer, besichtigten Wassertürme oder weitere bretonische Städte. Ihre Begeisterung für die französische Herzlichkeit und Esskultur war groß. So flossen reichlich Tränen am Morgen des Rückreisetages.

Folgende Schüler des Gymnasiums der Gemeinde Kreuzau haben teilgenommen:

7a: Felicitas Floris, Leon Gottschalk, Nadia Heister, Anne Rohloff, Marie Thomas

7b: Lara Bergs, Marius Bruske, Lara Entian, Michel Körfgen, Jenny Potthoff

7c: Benjamin Buchendorfer, David Ehlen, Katarina Graß, Charlotte Lennartz, Hanne-Lotta Blum, Lea-Vivien Matuschke

8a: Anna Gerhardt, Leoni Klausmann, Lea Schnock

8b: Noa Böhmer, Michelle Bongartz, Chiara Bongartz, Lisa Feininger, Julia Hinz, Eva Mainz, Nina Monath, Christina Niestroj,Miriam Stöber

8d: Michelle Delchmann, Sabrina Klinkhammer, Julia Maubach, Annika Reinhardt, Katrin Schmitz, Franziska Schmitz

 

 

 

11. Juni 2012 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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