Ausstellung zu erfolgreichen Fotografie-Workshops eröffnet

Zum ersten Mal eröffnete am vergangenen Mittwoch im Forum eine Ausstellung der Jugendkunstgalerie „Freestyle NRW“. Die Schülerinnen und Schüler unserer Qualifikationsphase 1 hatten Fotos von Motiven aus der Umgebung der Schule in zwei Workshop-Phasen künstlerisch gestaltet und konnten anschließend an einem Wettbewerb teilnehmen. Die Jugendkunstgalerie Nordrhein-Westfalen (NRW) ist ein Fotografie-Projekt für Jugendliche ab 13 Jahren und hat dank der Förderung des Kinder- und Familienministeriums NRW und engagierter Lehrerinnen ihren Weg auch in die Gemeinde Kreuzau gefunden.

Bei der Ausstellungseröffnung im Forum präsentierten Schüler*innen ihre Bilder aus den Fotografie-Workshops. (Foto: Ensible e.V.)

Viele Akteure waren am Gelingen der Foto-Ausstellung beteiligt: Das Dezernat für Jugend und Kultur der Gemeinde Kreuzau und die offene Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde Kreuzau hatten die zweiteilige Workshopreihe unterstützt. Eine tragende Rolle hatte dabei auch der Verein Ensible e.V., Stützpunkt für Jugendkultur in NRW. Er will kreativen jungen Menschen Wertschätzung schenken und die Öffentlichkeit auf ihre Kunst aufmerksam machen.

In den digitalen Fotografie-Workshops ging es unter anderem um unterschiedliche Blickwinkel und die Frage nach der eigenen Perspektive des/ der Fotografierenden. Zwei Grund- und ein Leistungskurs Kunst der Jahrgangsstufe Q1, betreut von Maren Senhen und Janina Loose, hatten begeistert teilgenommen. „Gerade in diesem Schuljahr, in dem so vieles, was normalerweise auch im Bereich der Kunst unser Schulleben bereichert, nicht möglich war, ist das Projekt von Ensible ein großer Gewinn für die beteiligten Jugendlichen,“ sagte Schulleiter Wolfgang Arnoldt bei der Ausstellungseröffnung. „Die Ergebnisse sind wirklich sehr beeindruckend und zeugen von einer sehr professionellen Anleitung in den Workshops.“

Im Anschluss konnten die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer am Wettbewerb „Freestyle 2021“ teilnehmen. Eine Jury wählte die fünf besten Fotos aus. Auf Platz 1 kam das Bild von Lennard Höpfner, Angelina Eibauers Foto erschien den Jurorinnen und Juroren als das zweitbeste unter den Eingaben, Evelin Plusch erreichte den dritten Platz, Julian Winterscheidt den vierten und Paul Bertram den fünften.

Als einen wichtigen Impuls für die Jugendkultur im ländlichen Raum lobte Bürgermeister Ingo Eßer das Foto-Projekt. (Foto: Ensible e.V.)

Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer wies anlässlich der Ausstellungseröffnung auf die große Bedeutung des Projekts hin: “Für die Jugendkultur bei uns im ländlichen Raum stellt dieses Projekt einen sehr wertvollen Impuls da, den wir gerne unterstützen,“ sagte er. „Es wäre schön, wenn diese Jugendkunstgalerie in Zukunft eine Fortsetzung bei uns finden würde.”

Auch Janina Loose, Kunstlehrerin am Gymnasium Kreuzau, sieht hier wertvolle Chancen: „Das Projekt bietet den Jugendlichen die wichtige Möglichkeit, ihre Gedanken, Emotionen und Botschaften nach außen zu tragen und gesehen zu werden,“ erklärte sie. „Hier wurden schließlich die Voraussetzungen geschaffen, die eigene Welt mittels Fotografie nochmals aus anderen, ungewohnten Perspektiven zu betrachten, die eigene Umgebung neu zu entdecken und den eigenen Fokus zu ändern – all dies sind Kompetenzen, die sich nicht nur auf die Fotografie, sondern auch auf das gesamte Leben beziehen lassen.“

Nach der Ausstellungseröffnung am Gymnasium soll das Projekt in den digitalen Raum erweitert werden. Denn als niederschwelliges Beteiligungsprojekt richtet es sich nicht nur an Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Herkunftskulturen und Milieus, sondern auch an die breite Öffentlichkeit. Mit ihrer Online- Galerie möchten die Projekt-Verantwortlichen von Ensible e.V. die Sichtbarkeit der Perspektiven junger Menschen in der Öffentlichkeit verbessern. „Und wenn die Bilder dann demnächst auch auf verschiedenen Websites in der Gemeinde Kreuzau zu sehen sind, zum Beispiel auf den Seiten der Schulen, der Geschäfte oder der Stadt, dann ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft,“ sagte Dorothea Hudaszek, Projektkoordinatorin bei Ensible e.V., mit Blick auf die nächsten Schritte des Projekts. „Es geht um die Verbundenheit der Jugendlichen mit ihrer Region. Und um eine lebendige Jugendkultur vor Ort. Deshalb freuen wir uns immer über weitere Partner in diesem Projekt“. Weitere Informationen zum Projekt sowie Kunstwerke aus den vergangenen Jahren gibt es unter www.freestyle.nrw .

28. Juni 2021 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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