Denkanstoß unserer Medienscouts für die Ferien

Von den Medienscouts Inga Dassler und Liana Schreyder

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, 

einige von Ihnen werden uns, die Medienscouts, schon kennen. Die Anderen hören möglicherweise zum ersten Mal von uns. Wir sind ebenfalls Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und unsere Aufgabe ist es, jüngeren Schülern den richtigen Umgang mit den Medien nahezulegen. Trotz der jetzigen Situation wollen wir unserer Aufgabe nachgehen und den Schüler*innen und auch Ihnen mithilfe dieses Beitrags einen Denkanstoß geben. Das Foto ist ein Symbolbild und der Tagebucheintrag ist natürlich erfunden. 

Medienscout Magnus Pelzer zeigt uns einen Ego-Shooter. Diese Spiele sind wegen ihrer Gewaltdarstellung oft nicht für jüngere Kinder geeignet und auch dementsprechend gekennzeichnet.

Liebes Tagebuch,

seit einiger Zeit habe ich Streit mit meinen Eltern. Sie behaupten, ich sei abhängig von Computerspielen und diese wären auch angeblich viel zu brutal für mein Alter. Ich gebe ja zu, ich neige manchmal dazu vier oder fünf Stunden am Tag zu spielen, und auch mal ein paar brutalere Spiele, aber was soll ich denn jetzt auch anderes mit meiner Zeit anfangen? Das macht mich doch nicht gleich abhängig! 

So oft haben sie mir das Zocken verboten, aber sie wissen so gut wie ich, dass sie das nicht für immer tun können und ich später sowieso weiterspielen werde. 

An einem Tag kamen sie in mein Zimmer und sagten, sie hätten eine E-Mail an die Medienscouts meiner Schule geschickt. Ich war ehrlich gesagt ziemlich wütend darüber, da sie meiner Meinung nach nicht das Recht hatten, sich mit meinen Problemen an Andere zu wenden. Trotzdem konnten sie mich dazu überreden, mal mit den Medienscouts zu sprechen und mir ihre Tipps anzuhören.

Durch das Gespräch mit unseren Medienscouts erfuhr ich, warum meine Eltern besorgt waren: Sie hatten Angst, dass ich mein richtiges Leben vernachlässige. Außerdem haben die Medienscouts mich über die Alterseinstufung der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)“ für Spiele aufgeklärt und erläutert, warum manche Inhalte einfach nicht für Kinder geeignet sind. 

Die Medienscouts haben mir dazu geraten, bestimmte Zeiten, in denen ich spielen darf, festzulegen. Also habe ich das mit meinen Eltern besprochen und sie haben bei meinen Spielen am Computer ein Zeitlimit festgelegt. Ich wusste gar nicht, dass das geht! 

Ein weiterer Vorschlag der Medienscouts war, beim Computer einzustellen, dass ich mir keine neuen Spiele ohne Erlaubnis der Eltern herunterladen kann. Ich habe jetzt aber mit Mama und Papa ausgemacht, das vorerst nicht zu tun. Ich muss ihnen aber Bescheid sagen, wenn ich ein neues Spiel herunterlade und selbst auf die Altersfreigabe achten. Sollte ich mich nicht daran halten, werden sie den Computer doch so einstellen, dass sie jedes Spiel genehmigen müssen. Ich bin froh, dass sie mir vertrauen und die Chance geben, zu zeigen, dass ich jetzt genauer darauf achte, was ich runterlade. 

Wir hoffen, mit diesem Beitrag dem Einen oder Anderen weitergeholfen zu haben.

Eure Liana und Inga von den Medienscouts

25. Juni 2020 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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