Auch wenn man es nicht sogleich sieht…

1. Schülerzahlen steigend

Entgegen dem Trend (Geburtenrückgang) ist die Zahl der Neuanmeldungen an unserer Schule für das nächste Schuljahr nicht rückläufig. 108 Schülerinnen und Schüler aus Grundschulen sind für das nächste 5. Schuljahr angemeldet worden. Das bedeutet, dass wir wieder vier Klassen einrichten können; gerechnet hatte ich mit drei Klassen. Offensichtlich wird der Ruf unserer Schule immer besser, und ich vermute, dass es sich in unserem Einzugsgebiet herumgesprochen hat, dass wir ungekürzten Unterricht erteilen können und dies sogar in Mangelfächern wie Mathematik oder den Naturwissenschaften. Und dies im Unterschied zu manchem anderen Gymnasium im Umkreis. Größer geworden ist auch das Interesse von Realschülerinnen und Realschülern des 10. Jahrgangs, mit dem Qualifikationsvermerk in unsere gymnasiale Oberstufe einzutreten: Bisher liegen uns 34 Anmeldungen vor. Dadurch wird die Oberstufe zahlenmäßig so groß wie nie zuvor. Dazu trägt dann auch bei, dass ab kommendem Schuljahr vier Jahrgänge der Oberstufe angehören: Die neue 10 des achtjährigen Bildungsganges ebenso wie die drei Jahrgänge des alten neunjährigen Durchgangs.

2. Schulträger sichert die Ausbildung

Im Gegensatz zu vielen anderen Schulträgern hat die Gemeinde Kreuzau zugesagt, die notwendigen Gelder bereit zu stellen, damit die vier Jahrgänge der Oberstufe mit Büchern versorgt werden können. An nur einem Beispiel will ich verdeutlichen, wie wichtig das ist: Im Einführungsjahr der Oberstufe wählen viele Schülerinnen und Schüler Spanisch als ihre neue dritte Fremdsprache. Bisher waren das bei uns die Scfhülerinnen und Schüler der Jgst. 11 – in der Regel drei Kurse. Im nächsten Schuljahr wird dies gewiss auch so sein. Allerdings sind dann auch die zukünftigen „Zehner“ im Einführungsjahr. Und wenn die dann ein ähnliches Wahlverhalten an den Tag legen – wovon ich ausgehe, dann  brauchen wir doppelt so viele Lehrbücher für dieses Fach wie bisher. Oder kann sich jemand vorstellen, wie man drei zusätzliche Kurse in einer neu einsetzenden Fremdsprache ohne Lehrbuch unterrichten soll? Kopieren ist da kein Ausweg, denn auch Kopien kosten Geld. Und eine zwangsweise Erhebung von Kopiergeld ist nicht zulässig. Unserem Schulträger sei also an dieser Stelle ausdrücklich gedankt, dass er die Notwendigkeit akzeptiert und das Geld bereit stellt, um zukünftig vier Jahrgänge der Oberstufe mit Büchern versorgen zu können. Wie gesagt: Nicht jeder Schulträger handhabt das so. In Aachen beispielsweise wissen die 11 Gymnasien im Augenblick noch nicht, wie sie das Problem lösen sollen.

3. Qualitätsanalyse

In den kommenden Wochen werden wir Besuch haben von zwei Inspektoren der Schulaufsicht. Alle Schulen in NRW werden nämlich, so sieht die Planung aus, im Abstand von ca. 6 Jahren einer Qualitätsprüfung unterzogen. Die Ankündigung erreichte uns Mitte Februar. Seitdem sind meine Kolleginnen und Kollegen und ich damit beschäftigt, das sog. Schulportfolio zu erstellen, quasi eine Zusammenfassung aller Dokumente, die unsere Schule beschreiben. Wenn alles fertig ist (Termin: 13.04.), werden wenigstens zwei dicke Aktenordner mit Papieren gefüllt sein.
Am 04.05.2010 geht es dann richtig los: Am Nachmittag erscheinen die Inspektoren in der Schule zu einer ersten Information, einem Schulrundgang mit dem Schulträger und Gesprächen über die weiteren Abläufe. Für 18 Uhr ist die „Schulöffentlichkeit“ eingeladen, d.h. alle Lehrerinnen und Lehrer, Eltern- und Schülervertreter, Vertreter des Schulträgers. Dann werden die beiden Inspektoren diesen Kreis über Ziele und Abläufe informieren.
In der Zeit vom 31.05. bis 04.06. besuchen die beiden Inspektoren dann im 20-Minuten-Takt Unterricht, wobei davon auszugehen ist, dass sie nahezu jeden Lehrer sehen werden. In dieser Zeit gibt es außerdem Gespräche der Inspektoren mit den verschiedensten Gruppen der Schule, also mit Elternvertretern, Schülervertretern, Mitgliedern des Lehrerkollegiums.
Bis zum 02.07. wird dann ein Bericht erstellt, zu dem die Schule Stellung nehmen kann. Ab Oktober soll es sog. Zielvereinbarungsgespräche zwischen Schulaufsicht und Schule geben, in denen über die weitere Entwicklungsarbeit der Schule beraten wird.

4. Umstellung auf ein neues Zeitraster

Das Thema beschäftigt uns derzeit in großem Umfang, und die Qualitätsanalyse mitten in der Abiturphase passt eigentlich überhaupt nicht. Der Stand der Diskussion: Heute, 17.03.2010 findet um 13.15 Uhr die voraussichtlich letzte Sitzung der AGSE statt, also der Arbeitsgruppe Schulentwicklung, die die Umstellung auf das 70-Minuten-Raster plant. Hauptthema wird heute sein, wie die Stundentafel aussieht.
Das weitere Procedere: Lehrerkonferenz zu diesem Thema in der 2. Woche nach den Osterferien, SV-Sitzung zum Thema, Schulpflegschaftssitzung, Schwerpunktthema der nächsten Schülerzeitung, endgültige Beschlussfassung durch die Schulkonferenz dann im Mai/Juni.

5. Mensa

Nach wie vor sind die Arbeiten an unserer neuen Mensa weiter fortgeschritten als in der Planung vorgesehen. „Nach den Osterferien sind wir praktisch fertig!“, so zuletzt der Leiter des Bauamtes. Im Augenblick wird der Fußboden im Essraum gelegt (alles andere ist schon lange gefließt), es fehlen noch die Lampen und die Kücheneinrichtung. Dass die Mensa wie geplant nach den Sommerferien ihren Betrieb aufnimmt, ist also nach wie vor gesichert. Eine Arbeitsgruppe aus Schülern, Eltern und Lehrern wird nach den Ferien Beratungen aufnehmen über das Essen.

6. Verlässliche Nachmittagsbetreuung

Unter dem Namen „13plus“ bieten wir seit zwei Jahren eine Nachmittagsbetreuung an vier Wochentagen bis 15.30 Uhr an. Die Nachfrage von Eltern unserer Schule ist allerdings geringer, als wir damals erwartet hatten. Denn immerhin kennen die Jüngsten aus der Grundschule das Angebot der sog. OGS. Wir haben uns nun entschlossen, das bisherige Angebot zu ändern: Zukünftig, also ab dem nächsten Schuljahr, soll es eine eigene Gruppe nur für Schülerinnen und Schüler unseres Hauses geben. Wie in der Grundschule wird es mit Elternbeiträgen und Mitteln des Landes NRW finanziert, Mittagspause dann in der Mensa, Hausaufgabenbetreuung inclusive. Und dies dann auch wieder Montags bis Donnerstags von 12.15 Uhr bis 15.30 Uhr. Wichtig ist allerdings, dass es eine ausreichende Nachfrage gibt und wir nicht mangels „Masse“ dann doch wieder mit den beiden anderen Schulen kooperieren müssen wie bisher.

So weit. Viel in Bewegung. Viel Arbeit. Aber es muss weiter gehen für unsere Schülerinnen und Schüler.

WR

17. März 2010 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

Zur Desktop Ansicht wechseln