Großes Kino am Gymnasium Kreuzau

Die Inhalte der Kurzfilme, die jeweils cirka 15 Minuten Länge haben, schließen sich direkt an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler an. In Kleingruppen konzipierten sie die Drehbücher, wählten Drehorte aus und schnitten die Filme zu gelungenen Werken zusammen. „Die Aufgabe war am Anfang bewusst offen gehalten, damit die Schüler ihre eigene Kreativität ausleben konnten“, so die betreuende Lehrerin Martina Zöllner. Und von dieser Kreativität konnten sich die begeisterten Zuschauer am Abend, der wie eine Oscarverleihung aufgebaut war, überzeugen. Teilweise ironisch und teilweise ernst näherten sich die jungen Regisseure aktuellen Themen wie dem grassierenden Schönheitswahn, der gekonnt in einer Persiflage auf Schönheitsshows a la „The Swan“ von Pro Sieben, verarbeitet wurde. Aber auch ernstere Themen wie Gewalt unter Jugendlichen oder ein mögliches Outing wurden cineastisch umgesetzt. Dabei zeigten die Filme trotz ihrer Kürze eine enorme Tiefe und konnten die Mechanismen des menschlichen Zusammenlebens erfolgreich aufzeigen. Bei allem künstlerischen Anspruch hatten die Schüler bei der Umsetzung der Projekte auch eine Menge Spaß, da einige erst hier ihr schauspielerisches Talent entdeckten.

25. Februar 2005 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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