Grenzdurchbruch am Gymnasium

Grenzdurchbruch

Ausstellung zum

20. Jahrestag des Mauerfalls

am 9. November 1989

 

Differenzierungskurs GEP der Jgst. 10

Gymnasium der Gemeinde Kreuzau

9. bis–21. November 2009

Mehrzweckraum, 8.00 13.00 Uhr

 

 

 

Die Ausstellung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 1989 richtet sich vornehmlich an diejenigen, die als „Nachgeborene“ die Ereignisse des Jahres 1989, die zur Wiedervereinigung Deutschlands führten, nur aus Erzählungen ihrer Eltern, aus Verfilmungen und aus dem Politik- und Geschichtsunterricht kennen.

 

Eingesperrt – Jugend in der DDR

 

Die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses GEP (Geschichte-Erdkunde-Politik) der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums Kreuzau haben sich in den vergangenen Wochen ausführlich mit der Thematik auseinander gesetzt und feststellen müssen, dass auch Jugendliche ihres Alters durch das DDR-Regime verfolgt, eingesperrt und ermordet sowie als inoffizielle Mitarbeiter missbraucht wurden. Anhand von Auszügen aus Akten des Ministeriums für Staatssicherheit konnten sie nachvollziehen, wie Zwangsausweisung verdächtiger Eltern und Heimeinweisung bzw. Zwangsadoption von Kindern schließlich in den Einsatz und Missbrauch dieser Jugendlichen für Spitzeldienste der Stasi mündeten. Andere Akten zeigen, dass politisches Engagement in der Friedensbewegung Mitte der 80er Jahre mit Zermürbung, Verfolgung und Verhaftung bestraft wurde und dass der „versuchte Grenzdurchbruch“ (so heißt es im offiziellen Bericht des Ministeriums für Staatssicherheit) zweier 15-jähriger Schüler mit der Ermordung des einen und der Verhaftung des anderen endete.

 


Unfreiheit und Diktatur

 

Leider wird in einer Welle der Ostalgie oft genug vergessen, dass das DDR-Regime 40 lange Jahre nur existieren konnte, weil die dort lebenden Menschen massiv eingeschüchtert und bespitzelt wurden, weil sie eingesperrt und unterdrückt waren, weil sie in Unfreiheit und Diktatur lebten.

 

Um wie viel höher ist darum die mutige Tat derer einzuschätzen, die sich 1989 erhoben und die Mauer zu Fall brachten.

 

 

 

Konzeption der Ausstellung

 

Die Ausstellung beschäftigt sich mit vier Themenkomplexen:

 

1. Friedliche Revolution im Herbst 1989 im Spiegel von Fotos der Bundesstiftung Aufarbeitung

2. Mauerfall und Deutsche Einheit im Spiegel von Tageszeitungen von 1989 und 1990

3. Eingesperrt – Jugend in der DDR im Spiegel von Stasi-Akten

4. Die Berliner Mauer 1961 – 1989 im Spiegel von Filmdokumenten des Landesarchivs Berlin

 

Im Rahmen der Ausstellung wird die Kino-AG des Gymnasiums Filme zeigen, die sich mit der Problematik der Diktatur in der DDR beschäftigen. Bitte achten Sie auf entsprechende Ankündigungen.

 

In der Mediothek ist ein kleiner Handapparat zum Thema eingerichtet.

 

05. November 2009 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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