"Vorsicht Kunst!" Kunstsalon eröffnet

„Vorsicht Kunst!“ heißt es im Allgemeinen – und im Besonderen, wenn der Vorbeigehende, dessen Ziel vielleicht der Physiksaal oder gar der Informatikraum ist, misstrauisch auf die angelehnte Tür zum Kunstraum blickt. Wird er von Farbspritzern oder Tonklumpen getroffen werden? Was in dem Raum geschieht, aus dem unter Umständen sogar Musikklänge zu hören sind und womit sich die Schülerinnen und Schüler dort beschäftigen, wird Interessierten dann offensichtlich, wenn Sie am Ende des Schuljahres die Ausstellung der Bildwerke im Kunstsalon betrachten, mit dem wir den jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, aus dem „Schutz“ des Kunstraumes herauszutreten und ihre Werke zu präsentieren.
In diesem Jahr wurde der 3. Kunstsalon am Donnerstag, dem 21. Juni, um 17 Uhr im Gymnasium eröffnet. Unser Prinzip bei der Auswahl der Bildwerke war auch in diesem Jahr, dem Publikum einen möglichst großen Überblick über die Arbeit des Kunstbereiches zu ermöglichen.
Die Klassen 5 waren mit Werken zu folgenden Themen vertreten:

  • Baumhaus,
  • Ein Igel versteckt sich im Laub,
  • Tiere auf der Flucht vor….,
  • Fantasievögel (eine fächerverbindendes Projekt mit Mathematik und Musik).

Die Klasse 6d war vertreten mit Stabpuppen zum Thema Fabeltiere.
Die Klassen 7 zeigten Arbeiten zu

  • Farbmischungen,
  • Farbtonstufungen
  • Farbquantität und Farbqualität
  • Federzeichnungen zu Aggression und Gewalt
  • Strukturen: Masken und Landschaft
  • Schraffurzeichnungen

Mit plastischen Arbeiten waren die Klassen 8 vertreten:

  • Tortenstücke auf der Kaffeetafel – Inspiriert wurden die Arbeiten durch Ideen des Künstlers Wasa Marianov, der in seinen Objekten Architekturelemente zitiert und ironisiert. Dementsprechend witzig fielen die Namen der Objekte aus: "Streichholzparadies für Glühlampenbesitzer" oder "Brillenhaus für Betriebsblinde"
  • Traumfiguren
  • Stabiles nach Joan Mirò

Die Differenzierungskurse 9 und 10 präsentierten

  • Buchobjekte sowie
  • überdimensionierte Gegenstände nach Claes Oldenbourg.

Die Oberstufe zeigte

  • Perspektivische Stadtansichten
  • Linolschnitte
  • Tonplastiken zum Thema Familie
  • Barocke Stillleben.

Neben dem Vergnügen, das das Betrachten der Bildwerke bereitete, wurde das Publikum durch einen lebendigen und informativen Vortrag der Schülerin Sarah Ziegler (Jahrgangsstufe 11) in die Bildsprache des Barock eingeführt. Neben der Erläuterung zahlreicher Vergänglichkeitssymbole erfuhr man auch, dass das umgekippte Weinglas als eine Mahnung an den Betrachter galt, im Sinne des Memento Mori – Gedankens das Leben sinnvoll zu gestalten. Ein bisschen stolz waren sie schon, die Schülerinnen und Schüler des Kurses, auf Sarah und natürlich auf ihre Werke, die von der Wand auf sie herunterleuchteten.
Wir haben zwar am Donnerstagabend auf die Bilder keinen Schutzlack aufgetragen, wie es in früheren Zeiten auf den Vernissagen üblich war, wenn die Fertigstellung der Öl – Gemälde mit Künstlerkollegen, Freunden und Mäzenen gefeiert wurde, aber, wer Augen hatte zu sehen, der hat bestimmt viel Freude gehabt. (Angelika Huber)

18. August 2007 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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