Schulzeitverkürzung am Gymnasium der Gemeinde Kreuzau

Im Rahmen der Schulzeitverkürzung wird am Gymnasium der Gemeinde Kreuzau vom kommenden Schuljahr 2002/2003 an ein Gruppen-Springer-Modell praktiziert, das es  geeigneten Schülerinnen und Schülern als Gruppe ermöglicht, ihre Schulzeit um ein Jahr zu verkürzen. Nach der Entscheidung in der Klassenkonferenz und mit Erhalt des Zwischenzeugnisses nach 10,1 springen die betreffenden SchülerInnen in die 11,2 und sparen somit ein Schuljahr ein.
Die verschiedenen Schulmitwirkungsorgane (Klassenpflegschaften, Schülervertretung, Elternpflegschaft und Lehrerkonferenz) haben sich ausdrücklich für dieses Modell entschieden, das in einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe aus Schülern, Eltern und Lehrern erarbeitet worden war. Schließlich hat sich die Schulkonferenz als Entscheidungsgremium einstimmig für das „Springer-Modell 10,1-11,2“ ausgesprochen. Mit dem Modell sind ebenfalls die Ausführungsbestimmungen festgelegt, die die zeitliche und inhaltliche Organisation von Förderungsmaßnahmen für die Schulzeitverkürzer regeln. Eine Übergangslösung für SchülerInnen der jetzigen Jahrgangsstufe 10 wird bereits in Anspruch genommen.
Schon seit Monaten wird die Diskussion über die Möglichkeiten der Schulzeitverkürzung am Kreuzauer Gymnasium sehr intensiv geführt. Von Anfang an stand fest, dass man sich dieser Thematik nicht verschließen wollte, um Schülern bzw. Schülergruppen eine Chance zu bieten, ihre Schulzeit von regulär 13 Jahren um ein Jahr auf zwölf Jahre zu verkürzen.
Dabei stellt das individuelle Überspringen einer Klasse keine Neuerung dar, da es diese Option schon immer gegeben hat. Dass eine solche Chance in der Vergangenheit nicht häufiger genutzt worden ist, liegt wohl v.a. an fehlenden konkreten Konzepten und an der Angst auf Schüler- und Elternseite, den vertrauten Klassenverband aufgeben zu müssen und evtl. zum Außenseiter (Streber) zu werden. Deshalb wird in den neuen Modellen das gruppenweise oder gar klassenweise Verkürzen der Schulzeit favorisiert.

18. August 2007 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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