Online-Unterricht – Bilder der aktuellen Normalität

Eigentlich würden zu dieser Zeit des Schuljahres Artikel über Sportwettbewerbe und Ausflüge im Vordergrund stehen, mit Bildern von Schülergruppen in Aktion. Doch auch die neue Normalität mit eingeschränktem Schulleben lässt sich abbilden, dachte sich das Homepage-Team und hat Schülerinnen und Schüler um Bilder von ihren Online-Arbeitsplätzen gebeten. Darüber hinaus haben wir die Besitzer der Arbeitsplätze interviewt, um ein Bild davon zu bekommen, wie sich ihr Leben als Schüler*innen an Tablet oder Computer anfühlt.

Bei den Vieren wird es nicht bleiben: Um ein Gesamtbild vom Online-Unterricht an unserer Schule zu bekommen, werden in den kommenden Wochen Lehrer*innen und Lehrer viele Klassen und Kurse online über ihre Erfahrungen befragen.

Unsere Interviewpartner aus der Jahrgangsstufe 8 waren sich jedenfalls einig, dass sie ihre Klassenkameraden vermissen. Das wird leider auch noch eine Weile der Fall sein, denn die Möglichkeit, Unterrichtsstunden im Schulgebäude stattfinden zu lassen, haben nur die Abschlussjahrgänge. Deshalb arbeiten Schulleitung und Kollegium an der Optimierung unseres Online-Unterrichts.

„Ich finde es ist manchmal einfacher sich selbst die Themen zu erarbeiten als in der Schule, aber es gibt natürlich auch Themen, die und der Schule einfacher wären“, antwortete Interviewpartner Tom Jansen aus der 8b auf die Frage, was der größte Unterschied zwischen Online-Arbeit und Unterricht in der Schule ist. „Außerdem finde ich es gut, dass man sich die Arbeitszeit selbst einteilen kann und nicht an die 70 Minuten gebunden ist.“ Dass Lehrer*innen nicht unmittelbar für Fragen zur Verfügung stünden, wie im Klassenraum sonst der Fall, empfindet Katharina Cremer, auch aus der 8b, als Nachteil der Heimarbeit. Leni Ritter sieht das so: „In der Schule geben der Lehrer und die gesamte Klasse das Lerntempo an und Zuhause bin ich selbst dafür verantwortlich.“ Das Andere den Takt vorgeben, findet sie gar nicht schlecht. „Ich bin froh bald wieder in meiner Klasse zu sitzen.“

Wir haben die vier interviewten Schüler*innen auch gefragt, ob man zu Hause soviel lernen könne, wie in der Schule. Tom Jansen ist da skeptisch: „Also ich glaube, dass es möglich ist, wenn man total diszipliniert ist. Jedoch kommt es auf jeden Einzelnen an“, schreibt er im Chat-Gespräch. „Ich denke aber auch, dass viele Schüler zuhause weniger lernen, weil man es sich nicht so im Team erarbeiten kann, wie es in der Schule der Fall wäre.“

Insgesamt gehen die Meinungen zur Effizienz vom Lernen daheim auseinander. Während Nele Steiner schreibt, gleicher Lerneffekt sei möglich und „wenn man will, auch noch ein bisschen mehr“, ist Klassenkameradin Katharina Cremer von der Methode nicht so überzeugt: „Es kommt ganz auf die Herangehensweise an.“

Nach der Corona-Zeit möchte Katharina in einen Unterricht zurück, der so abläuft wie bisher: „Ich finde den Unterricht, so wie er normal ist, sehr gut, ich würde nichts daran verändern wollen.“ Demgegenüber wünscht sich Tom Jansen vermehrt digitale Elemente: „Ich fände es gut, wenn nach der Corona-Zeit viele Lehrer die Möglichkeiten von Teams weiterhin nutzen.“

Damit dieser Wunsch Wirklichkeit wird, erweitert das ganze Kollegium grade in der täglichen Arbeit mit Klassen und Kursen und in einer regelmäßigen „Fortbildungsstunde am Freitag“ über die Teams-Plattform seine Fertigkeiten in Sachen digitaler Unterricht. Schulleiter Wolfgang Arnoldt sieht die Stärke der Schule aber vor allem in den gemeinsamen Anstrengungen: „Auch wenn ich für das große Engagement und die Flexibilität meiner Kolleg*innen dankbar bin und ihnen gegenüber große Hochachtung empfinde: Vieles gelingt deshalb, weil die Schüler*innen die Angebote bereitwillig annehmen und weil Eltern ihre Kinder mit großem Einsatz und viel Geduld begleiten und unterstützen.“

06. Mai 2020 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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