Gymnasium Kreuzau startet bei Jugend debattiert

Im November kam die lang ersehnte Bestätigung: Unsere Schule ist offiziell Jugend-debattiert-Schule. Jetzt galt es, rasch einen Schulwettbewerb zu planen, damit dessen Sieger im Februar am Regionalwettbewerb am Erfstädter Ville-Gymnasium teilnehmen können. Jugend-debattiert-Koordinatorin Anja von Hoegen und vier weitere Lehrer luden Schülerinnen und Schüler ein, sich in einem Blockseminar am vergangene Donnerstag und Freitag über den Wettbewerb zu informieren und das Debattieren zu trainieren.

Konzentriert bereiteten sich die Teilnehmer des ersten Jugend-debattiert-Seminars am Gymnasium Kreuzau auf Übungsdebatten vor.

Konzentriert bereiteten sich die Teilnehmer des ersten Jugend-debattiert-Seminars am Gymnasium Kreuzau auf Übungsdebatten vor.

17 Schülerinnen und Schüler folgten der Einladung und lernten zwei Tage lang, ihre Meinung zu einer Streitfrage in einer Eröffnungsrede auf den Punkt zu bringen, sie in einer freien Aussprache zu verteidigen und am Ende der Debatte ein persönliches Fazit zu ziehen. Die Regeln des bundesweit stattfindenden Wettbewerbs sind streng: zwei Minuten hat jeder Debattant, um Stellung zu beziehen – wer überzieht, wird von einer Glocke gestoppt. Es folgen zwölf Minuten, in der jeder Teilnehmer versucht, seine Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Gesprächsfähigkeit und sein Ausdrucksvermögen unter Beweis zu stellen.

Dass man dieses Reglement nicht von jetzt auf gleich beherrscht, liegt auf der Hand. Deshalb führten die Projektlehrerinnen und -lehrer – Julia Mertens, Christian Ebbertz, Anja von Hoegen, Martin Dieckmann sowie unsere Referendatin Kim Schäfer – ihr Team beim Vorbereitungsseminar mit Übungen an die vollständige Debatte heran. Da ging es zum Beispiel darum, den Gesprächspartnern genau zuzuhören, ihre Argumente zu entkräften und eigene geschickt anzubringen.

Projektlehrer Christian Ebbertz erklärt die nächste Übung.

Projektlehrer Christian Ebbertz erklärt die nächste Übung.

Ende Januar treten die Teilnehmer des Vorbereitungsseminars in zwei verschiedenen Altersklassen zum Schulwettbewerb an. Die zwei besten aus jeder Wettkampfklasse fahren im Februar zur Regionalrunde nach Erftstadt.

Seit über zehn Jahren fördert Jugend debattiert sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung. In Nordrhein-Westfalen nehmen 207 Schulen mit knapp 30.000 Schülerinnen und Schülern am Wettbewerb teil. Jugend debattiert ist nach eigener Aussage das größte privat finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland.

Wer erfolgreich debattieren will, muss sich zuerst Sachwissen zum Thema erarbeiten.

Wer erfolgreich debattieren will, muss sich zuerst Sachwissen zum Thema erarbeiten.

Ab Klasse 8 können Schülerinnen und Schüler am bundesweiten Wettbewerb teilnehmen, der in zwei Altersgruppen ausgetragen wird (Klassen 8-10 und Jahrgangsstufen 10-13). Der Wettbewerb findet zunächst auf Schul-, Regional-, und Landesebene statt. Höhepunkt ist das Bundesfinale, bei dem die besten Debattanten aus ganz Deutschland in Berlin aufeinandertreffen.
Ab Regionalebene erhalten Siegerinnen und Sieger als Preise mehrtägige Seminare bei Jugend-debattiert-Trainern, die sie auf die jeweils nächste Wettbewerbsebene vorbereiten. Bundessiegerinnen und -sieger werden in das Alumniprogramm von Jugend debattiert und das Programm fellows & friends der Hertie-Stiftung aufgenommen.

17. Januar 2017 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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