Geschichten über ein unvergessliches Freiwilligenjahr

„Europa wagen“ – so der Titel eines Buches von 15 Jugendlichen, das im Rahmen einer Lit.Eifel-Schreibwerkstatt Ende Juni entstanden war und am 09. Dezember 2019 öffentlich vorgestellt wurde. Durch die Unterstützung der Firma innogy und des Fördervereins der Schule war es möglich geworden, das in nur drei Tagen Ende Juni entstandene 220-seitige Buch einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen.

Wenige Wochen vor dem Ende des vergangenen Schuljahres war – wie bereits in den drei Jahren zuvor – die Lit.Eifel mit einer Schreibwerkstatt für Jugendliche zu Gast am Gymnasium Kreuzau. Die Autorin Claudia Hoffmann und der Künstler Jan Hillen hatten in diesem Jahr für ihre Schreibwerkstätten (außer in Kreuzau fand eine in Blankenheim schon statt und eine weitere ist für Monschau geplant) nach 2018 erneut eine Aufgabenstellung mit Bezug zu Europa entwickelt: Die Autor*innen begeben sich auf eine Reise in einen EU-Mitgliedsstaat, in dem sie ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Dazu mussten die Jugendlichen zunächst recherchieren, welches Projekt in welchem Land angeboten wird. Am Ort selbst, so die Vorgabe, begegnen die Jugendlichen einer Person, deren Verhalten Konfliktpotential bietet, sei es durch schlechte Laune, Fremdenhass oder Neid. Diesem Konflikt müssen sich die Reisenden stellen und ihn bestenfalls lösen.

Claudia Hoffmann und Jan Hillen zeigten sich sehr angetan von dem Ideenreichtum und der Qualität der so entstandenen zehn Geschichten und den von den Jugendlichen selbst gestalteten Illustrationen. Sie dankten gemeinsam mit Schulleiter Wolfgang Arnoldt und der Vertretung der Gemeinde Kreuzau, Tanja Kupferschläger und Guido Steg, insbesondere Herrn Walfried Heinen und Edith Feuerborn als Vertreter der Firma innogy, deren großzügige Unterstützung die Veröffentlichung der Geschichten erst möglich gemacht habe.

Nachdem einige der Schüler*innen kurze Kostproben aus ihren Geschichten vorgelesen hatten und Schulleiter Arnoldt den Sponsoren und Gästen je ein Exemplar des Buches überreicht hatte, dankte Arnoldt der Lit.Eifel für die „wunderbare Initiative der Schreibwerkstätten an Schulen“ und Claudia Hoffmann und Jan Hillen für die „so vertrauensvolle und produktive Zusammenarbeit und für ihre Fähigkeit, Jugendliche zu begeistern“. Und schließlich gratulierte er den Jugendlichen dazu, dass sie mit ihren Geschichten „so engagiert für die Verständigung und den Austausch über die Grenzen auf den Landkarten und in den Köpfen hinweg eintreten und gerade in diesen so kritischen Zeiten deutlich Position beziehen“.

Schulleiter Wolfgang Arnoldt hatte schon während der Schreibwerkstatt den jungen Autor*innen zugeschaut. „Es war schön zu sehen, welche Energie da frei wurde,“ berichtete er. „Was da entstanden ist, hat eine literarische Qualität, die sich vor Profis nicht verstecken muss.“

Das Buch der diesjährigen Schreibwerkstatt kann für fünf Euro im Sekretariat der Schule erworben werden.

09. Dezember 2019 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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