Regelungen in Bezug auf die Mund-Nasen-Schutzmasken

Die Ankündigung des NRW Ministerpräsidenten Laschet vom vergangenen Donnerstagabend, dass ab dem 01.09. keine Maskenpflicht im Unterricht mehr gelten wird, hat in der Schulgemeinschaft weit überwiegend mehr Besorgnis als Erleichterung ausgelöst.

Die für heute Mittag (Montag) angekündigte Erklärung von Schulministerin Gebauer und Gesundheitsminister Laumann wird sich sicher nicht quasi über Nacht in ein stimmiges und sicheres Hygienekonzept umsetzen lassen.

Der Dringlichkeitsausschuss der Schulkonferenz (an dem Schulleitung, Eltern-, Schüler- und Lehrervertreter*innen beteiligt sind) hat sich bereits am Wochenende mit der Frage befasst. Nach Bekanntgabe der neuen Vorgaben der Landesregierung werden wir an dieser Stelle noch im Laufe des heutigem Montags über eine ab Dienstag gültige vorläufige Regelung informieren. Es besteht bislang in allen beteiligten Gruppen weitgehende Einigkeit, dass das Tragen einer Maske auch im Unterricht weiterhin geboten bleiben sollte.

Da auch nach den Vorgaben des Landes die Maskenpflicht auf dem Schulgelände und im Gebäude außerhalb des Unterrichts weiter bestehen bleiben wird, haben bitte weiterhin alle eine Maske bzw. eine ausreichende Zahl an Masken dabei.

31. August 2020 Autor:  Wolfgang Arnoldt 11 Kommentare
  • Tanja Ramacher sagt:

    Sehr geehrter Herr Arnold,
    ich weiß, dass viele so denken, wie ich, aber sich kaum jemand äußern wird.

    Corona gibts nicht erst seit gestern und wird auch nicht weggehen, somit wird man damit leben müssen.

    Ich glaube kaum, dass sich jemand ein Leben unter einer Maske wünscht und ich glaube auch nicht, dass Sie jemals einen Konsens zwischen allen Eltern, Schülern und Lehrern hinbekommen werden, aber einfach weiter auf eine Maske im Unterricht zu bestehen und nicht über den Tellerrand zu schauen, finde ich suboptimal.

    Selbst ein Großteil der Lehrer trägt im Unterricht keine Maske, dann überlassen Sie es auch bitte jedem einzelnen Schüler selbstbestimmt zu handeln.

    Diejenigen, die eine Maske tragen wollen, können dies ja auch weiterhin gerne tun.

    Aber mir Ihrer neuen Regelung bin ICH nicht einverstanden.

  • Wolfgang Arnoldt sagt:

    Sehr geehrte Frau Ramacher, Ihren Kommentar gebe ich natürlich selbstverständlich gerne frei, Kommentare erscheinen nur (aus gutem Grund) nicht automatisch auf der Homepage.

    Wie im Beitrag angekündigt werden wir noch im Laufe des Nachmittags über die Empfehlung und das weitere Verfahren informieren. Da es sich nicht um „meine neue Regelung“, sondern um die Entscheidung eines demokratisch legitimierten Gremiums handelt, bedarf es dazu aber noch der Abstimmung mit den Vertreter*innen von Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft.

    Nach einer vorläufigen Klärung der ab morgen nach dem Ende der offiziellen Maskenpflicht geltenden Empfehlungen werden wir sicher auch noch in den Mitwirkungsgremien über die Regelungen beraten. Dabei sind wir sehr daran interessiert, dass sich alle in die Diskussion einbringen. Die Mitglieder der Schulpflegschaft werden Ihnen z.B. sicher alle bestätigen können, dass ich bei der ersten Sitzung am 20.08. ausdrücklich und ausführlich die Haltung der Elternschaft zur Maskenpflicht erfragt habe. Ihre Elternvertretung wird sicher alle bei ihr eingehenden Auffassungen mit in die Diskussion bringen.

    Mit freundlichen Grüßen
    W. Arnoldt

  • Petra Yurttas sagt:

    Sehr geehrter Herr Arnold,
    da zum 20.08.2020 unsere Elternvertretung unsere Auffassungen nicht mit in die Diskussion gebracht hat (zumindest wurden wir nicht gefragt) möchte ich mich hierbei auch deutlich der Auffassung von Frau Ramacher u.a. anschließen.
    Das Hygienekonzept bestand ja quasi schon vor den Sommerferien, in welcher Zeit die Kinder im Unterricht bereits maskenlos waren.
    Dass jetzt der nur 2-wöchige „Ausrutscher“ der Landesregierung NRW zum Aufhänger genommen wird, kann ich nicht nachvollziehen.
    Die Zahlen sind konstant niedrig. Da für einige der Corona-Schutz eine Art „Religion“ geworden ist, mögen sich die Betroffenen weiterhin freiwillig ihrer Maske bedienen können.
    Wir haben unseren Kindern beigebracht, dass man sich eigene Meinungen bilden darf und dazu stehen darf, solange man andere nicht gefährdet. Dazu sollte man gerade auf einem Gymnasium lernen, wissenschaftlich fundierte Angaben selbst zu recherchieren und Aussagen sowie Thesen kritisch zu hinterfragen.
    Ich hoffe daher sehr darauf, dass die Kinder im Rahmen der Gesetzlichen Grenzen selbst entscheiden dürfen, inwieweit sie sich wohl fühlen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Petra Yurttas

    • Wolfgang Arnoldt sagt:

      Sehr geehrte Frau Yurttas,

      erlauben Sie mir nur drei Anmerkungen:
      1. Beide von der Klassenpflegschaft der Klasse Ihrer Tochter gewählte Vertreter*innen waren am 20.08. anwesend. Auch wenn beide nicht Ihre Auffassung vertreten, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sie entgegen der Haltung einer Mehrheit der Eltern der Klasse (wie Ihre Formulierung „unsere Auffassungen“ suggeriert, dort argumentiert hätten.
      2. Die Situation vor den Sommerferien bestand ja gerade darin, dass aufgrund der Halbierung der Lerngruppen in den Unterrichtsräumen ein Mindestabstand hergestellt werden konnte, was nun nicht mehr möglich ist.
      3. Sie verweisen selbst auf die Grenze der Freiheit in der Gefährdung anderer. Eben dies bedeutet ja das Tragen einer Maske – das Signal, dass ich andere schützen will. Und das ist halt etwas anderes als die Frage, wann ich mich selbst „wohl fühle“.
      Im Übrigen würde ich Sie ebenfalls 1. auf die nach Abstimmung im Ausschuss der Schulkonferenz im Laufe des Nachmittags erscheinende ausführliche Information und 2.auf Ihre Möglichkeit der Mitwirkung am weiteren Willensbildungsprozess in der Schulgemeinschaft verweisen. Ich habe im Übrigen zahlreiche Rückmeldungen aus Pflegschaftssitzungen und von einzelnen Eltern erhalten, die eindringlich darum bitten, weiter das Tragen einer Maske auch im Unterricht zu empfehlen.
      Mit freundlichen Grüßen
      W. Arnoldt

  • Petra Yurttas sagt:

    Sehr geehrter Herr Arnold,
    zu 1. kenne ich die Mehrheitsentscheidung unserer Klasse nicht, da ich nicht dazu befragt wurde. Auf Nachfrage erklärte mir Frau Steiner, dass am 20.08.2020 zunächst die persönliche Meinung der Elternvertreter befragt worden sei – das ist ein Unterschied.
    zu 2. der Halbierung der Lerngruppen ok – dabei sei dennoch anzumerken, dass nach den Sommerferien ganz Deutschland – Ausnahme NRW – ohne Maskenpflicht im Unterricht weitergemacht hat.
    zu 3. Darüber kann man sicherlich diskutieren – Meinungsverschiedenheiten sind ok.
    Empfehlungen sind in Ordnung, Zwang wiederum angreifbar.

    Zuletzt erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass nach § 67 Abs. 4 SchulG NRW eine Teilkonferenz nur in Sachen entscheiden darf, die keinen Aufschub dulden. Da das Land NRW die Pflicht zur Maskentragung im Unterricht abgeschafft hat, obliegt diese Entscheidung der Einführung einer Maskenpflicht der Schulkonferenz, nicht jedoch dem Eilausschuss – auch wenn es im Ergebnis vielleicht keinen Unterschied macht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Petra Yurttas

    • Alexandra Eßer sagt:

      Sehr geehrte Frau Yurttas,
      das Tragen einer Maske bedeutet doch, dass man seine Mitmenschen schützt und nicht sich selbst. Daher ist es, aus meiner Sicht und mit Rücksichtnahme auf seine Mitmenschen, eine Selbstverständlichkeit weiterhin da, wo ein Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, eine Maske zu tragen. Das ist gelebte Solidarität mit seinen Mitmenschen. Unsere Kinder tragen freiwillig zum Schutz ihrer Mitschüler, Lehrer und ihres gesamten familiären Umfeldes ihre Masken weiterhin.

    • Wolfgang Arnoldt sagt:

      Zur Vermeidung von Missverständnissen: ich habe Frau Yurttas bereits in einer persönlichen Antwort darauf hingewiesen, dass an keiner Stelle von einer Entscheidung über eine Maskenpflicht die Rede war – und es doch sicher sinnvoll ist, dass ich die dringende Empfehlung eines weiteren Gebots zum Tragen einer Maske nicht alleine treffe, sondern mit dem Team der Schulleitung und den schnell erreichbaren Vertreter*innen des Kollegiums, der Eltern- und der Schülerschaft abstimme. Das Ergebnis findet sich nun im aktuellen Beitrag.

  • Angela Pelzer sagt:

    Sehr geehrter Herr Arnold,
    Zunächst einmal möchte ich mich für die schnelle Reaktion der Schulleitung auf die Ankündigung der Landesregierung bedanken.
    Meiner Meinung nach, halte ich das Beibehalten der Maskenpflicht für sinnvoll und zumutbar, solange die Fallzahlen keine klare Tendenz zeigen.
    Wechselnde Kurse, zum Beispiel in der Oberstufe, lassen kaum eine konsequente Rückverfolgung einzelner Fälle zu, dem entsprechend müsste man vermutlich mit größeren Ausfällen im Präsenzunterricht rechnen.
    Im Übrigen halte ich das Tragen einer Mund / Nase Bedeckung für ein Zeichen gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt, nicht nur Angehörigen von Risikogruppen gegenüber.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angela Pelzer

  • Wirtz sagt:

    Vielen Dank Herr Arnoldt für ihren kompetenten Umgang mit diesem schwierigen Thema!
    Zum Schutz Anderer und zum Schutz seiner Familie wird unser Sohn weiterhin Maske tragen. Für uns ist dies selbstverständlich in so einer unüberschaubaren Situation und ein Zeichen des gegenseitigen Respektes. Da in unserer Familie jemand zur Risikogruppe gehört, fühlt sich unser Sohn im Unterricht wohler, wenn er durch solidarisches Maskentragen geschützt ist.
    Ich wünsche allen Schülern, Lehrern und Eltern, dass sie gesund durchs nächste Schuljahr kommen und dies weiterhin im gewohnt respektvollen Miteinander!
    Liebe Grüße M.Wirtz

  • Michael Weber sagt:

    Sehr geehrte Frau Yurttas,
    gerade heute hat Bayern eine Maskenpflicht im Unterricht nach Ende der Ferien bekannt gegeben, so dass sich also die beiden am stärksten betroffenen Bundesländer in dieser Maßnahme einig sind. Darüber hinaus möchte ich darauf hinweisen, dass das Gesundheitsamt Düren, und damit die Experten für das Infektionsgeschehen vor Ort, allen weiterführenden Schulen des Kreisgebietes ein Festhalten an der Maskenpflicht empfiehlt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Weber

  • Wolfgang Arnoldt sagt:

    Liebe Nutzer unserer Homepage, es bleibt – wie wir es auch in der Zeit vor den Sommerferien gehalten haben – dabei, dass wir gerade in diesen herausfordernden Zeiten für alle Fragen und Anregungen offen sind. Daher werden wir auch alle Meinungsäußerungen und Vorschläge, die entweder über unsere Homepage oder per Mail eingehen, sorgfältig prüfen und berücksichtigen und wenn immer möglich persönlich beantworten.

    Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass unsere Homepage sich nicht zu einer Art sozialem Netzwerk entwickeln kann (und soll) und weder Herr Dieckmann und das ihn unterstützende Schülerteam noch ich es leisten können, einen dauerhaften Austausch sinnvoll zu administrieren. Daher werden wir nicht alle Beiträge für die Veröffentlichung freigeben können. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis – und für Ihre weiterhin freundlich kritische Begleitung! W. Arnoldt

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