„Endlich! Mal darüber reden“ – Unser Schulprojekt zu Sterben, Tod und Trauer geht weiter
Wie gehen wir mit Abschied um? Was hilft, wenn man trauert? Und wo finden wir Unterstützung in schweren Krisen? Diesen existenziellen Fragen widmet sich ab diesem Schuljahr wieder ein besonderes Projekt für unsere 10. Klassen. Gemeinsam mit Ehrenamtlerinnen der Hospizbewegung Düren-Jülich schaffen wir einen geschützten Raum für Themen, die im Alltag oft zu kurz kommen.

Vom Probelauf zum Standard: Prävention und Selbstfürsorge
Themen wie Sterben, Tod und Suizid sind für viele junge Menschen Tabuthemen – dabei begegnen sie uns oft früher, als uns lieb ist. Das Zentrum für Palliativmedizin der Uni Köln hat 2009 ein pädagogisches Konzept entwickelt, um Jugendliche genau hier abzuholen. Nach einem erfolgreichen Probelauf mit einem neuen Team im vergangenen Schuljahr haben wir uns entschieden: Dieses wertvolle Projekt wird nach einigen Jahren Pause wieder fester Bestandteil unseres Schulprogramms. Ab diesem Schuljahr nehmen alle 10. Klassen an den zweitägigen Projekttagen teil.
Starke Partnerinnen an unserer Seite
Ein solches Projekt lässt sich nicht allein im „normalen“ Unterricht stemmen. Wir freuen uns daher sehr über die Kooperation mit der Hospizbewegung Düren-Jülich. In gemeinsamen Vorabtreffen koordinieren wir die Zusammenarbeit zwischen Frau Mahlberg (Schulsozialarbeit) und Frau Mertens (Lehrerin), die das Projekt von schulischer Seite aus begleiten, und den ehrenamtlichen Expertinnen. Die Ehrenamtlerinnen bringen nicht nur Fachwissen in der Sterbe- und Trauerbegleitung mit, sondern stehen den Schülerinnen und Schülern als erfahrene Ansprechpartnerinnen direkt zur Seite.
Zwei Tage für Herz und Kopf
Das Programm ist weit mehr als Theorie. Es geht um:
Selbstfürsorge: Wie achte ich auf meine eigenen Bedürfnisse in Krisenzeiten?
Empathie: Wie begegne ich Betroffenen ohne Angst?
Wissen: Welche Hilfsangebote gibt es in der Palliativmedizin und Hospizarbeit?
Besonders wichtig sind die Zusatzmodule zur Krisenintervention und Suizidprävention. Den Abschluss des Projekts bildet stets eine kreative Phase. Hier können die Jugendlichen das Erlebte gestalterisch verarbeiten und ihren Gefühlen Ausdruck verleihen.
Der nächste Durchlauf soll Anfang Juli stattfinden. Wir sind sehr gespannt und freuen uns darauf, das Projekt in Angriff zu nehmen.
Nachhaltigkeitsziele: 3 Gesundheit und Wohlergehen, 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
25. Februar 2026
Autor: Karsten Engelmann
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