Parcour – Qu’est-ce que c’est?

Die Wurzeln von Parcour sind zugleich militärisch und anti-kommerzieller Protest. Der angebliche Erfinder von Parkour David Belle lernte als Kind von seinem Vater effiziente Bewegung im Wald. Der Vater musste wissen wie es geht: Er hatte als Soldat im Vietnamkrieg gedient und aufbauend auf seinen Erfahrungen das Bewegungstraining Méthode Naturelle entwickelt. Kraft, Eleganz und Effizienz waren die Grundideen.

Elegant ein Hindernis überwinden - Das kann auch bedeuten, einen Salto aus gut zwei Metern Höhe zu machen.

Elegant ein Hindernis überwinden - Das kann auch bedeuten, einen Salto aus gut zwei Metern Höhe zu machen.

David Belle übertrug die Lehren seines Vaters Georges Hébert auf die Stadt: Nicht Baumstämme, sondern Leitplanken, nicht Böschungen sondern Treppen wurden zu seinem Revier. Seine ersten Anhänger waren Freunde, mit denen er sich Verfolgungsjagden durch die Straßen von Pariser Vororten lieferte.

Höher, weiter, eleganter - darum geht es beim Parkour.

Höher, weiter, eleganter - darum geht es beim Parkour.

Heute gibt es unzählige Parkour-Videos im Internet, einen Parkour Weltverband und in den meisten deutschen Städten Anhänger des Straßensports. Unter ihnen gibt es Traditionalisten, die sich Hébert und Belle verpflichtet fühlen und beispielsweise Wettbewerbe ablehnen. Denn Héberts Hauptanliegen war, so gesund und stark zu sein, wie er es bei afrikanischen Ureinwohnern beobachtet hatte. Diese humanistische Idee findet sich wieder in der künstlerischen Grundidee, die viele traditionsbewusste Traceure, also Parkour-Betreiber, ihrem Sport beilegen: Sie sehen laut Wikipedia im Überspringen von Mauern und Erklimmen von Hausfassaden die „Zurückeroberung des urbanen Raumes in Zeiten seiner zunehmenden Besetzung für private und vor allem kommerzielle Zwecke“.

In der Parkour-Arbeitsgemeinschaft (AG) unseres Referendars Janosch Eckart geht es weniger um die weltanschaulichen Ursprünge des Sports als um Spaß an der Bewegung. Dieser Spaß war auch zu spüren, als vor kurzem der „JUMPandRUN.eu“-Truck vor der Sporthalle stand. Schüler, unter anderem aus der 7a, konnten die speziell für Parkour entwickelten Sportgeräte des jungen Unternehmens „Cube Sports ” aus Köln ausprobieren. Das Wetter war gut, genau wie die Stimmung – die Bilder sprechen für sich. Das Wetter war gut, genau wie die Stimmung – die Bilder sprechen für sich.

Mut und Geschicklichkeit sind nötig, um solche fortgeschrittenen Parkour-Bewegungen umzusetzen.

Mut und Geschicklichkeit sind nötig, um solche Parkour-Bewegungen umzusetzen.

03. Juli 2011 Autor:  Martin Dieckmann 1 Kommentar
  • Sabine Dücker sagt:

    Die französische Orthographie des Titels zu „Parcours“ ist falsch; bitte „Qu’est-ce que c’est“ schreiben!

    Gruß Sabine Dückers

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