Das gute Ende eines Bleistiftkampfes

Nach einem Bleistift-Fechtkampf im Unterricht trug unser Lehrer Christian Ebbertz seinem Schüler Iwen Brings auf, einen „erzieherischen“ Aufsatz über den Vorfall zu schreiben. Heraus kam ein Gedicht, das sich sehen und lesen lassen kann, dachte die Redaktion unserer digitalen Schülerzeitung „Eselsohr“. Und auch, wenn es so klingt: Wilhelm Busch konnte Iwen aus terminlichen Gründen nicht beim Schreiben helfen 😉

Von Iwen Brings

Fechten im Unterricht

Früh am Morgen im Unterricht,
Da spielt ein arger Wüterich.
Er treibt den Bogen, klopft den Takt,
Als hätte er’s schon oft gemacht.

Er treibt es laut und immer doller,
Mein Hörgang, der wird voll und voller!
Er hört nicht auf, wird immer wilder,
Mein Kopf schreit auf, sieht wirre Bilder!

Es zuckt die Hand, es eilt der Finger –
Die Distanz wird schnell geringer.
Nun taucht er ein – und Ruhe ist!
So ist das hier im Unterricht.

Der Lehrer mahnt: „Das darf nicht sein!“
Und ich, ich seh es schließlich ein.
Und spielt auch laut ein arger Wicht –
Ich fechte nicht im Unterricht.

30. Oktober 2016 Autor:  Martin Dieckmann 1 Kommentar
  • C.Peter-Szabo sagt:

    Ein dickes Lob an Iwen. Du hast ein tolles Gedicht geschrieben. Ich bin davon überzeugt, dass man das Ergebnis dieser „erzieherischen Maßnahme“ nicht so schnell vergessen wird.

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