Darben für den Frieden

Wir befinden uns auf dem Höhepunkt des peloponnesischen Krieges, der mittlerweile alle Stadtstaaten des antiken Griechenlandes erfasst hat. Unter der Führung Spartas wird ein grausamer Krieg geführt, der die Antike in ihren Grundfesten erschüttert, denn Tausende bleiben auf den Schlachtfeldern zurück. Um das Morden zu beenden fasst Lysistrata einen Plan: Nur eine Verschwörung der Frauen kann das blutrünstige Treiben der Männerwelt beenden. Sie ruft die weiblichen Vertreter der Stadtstaaten zu sich und überredet sie zu einem besonderen Schwur: Die Frauen sollen ihre Männer solange darben lassen bis sie Frieden schließen. Dies wird in der Männerwelt zunächst belächelt, doch am Ende siegt die weibliche Beharrlichkeit: Es kommt zum Frieden zwischen Sparta und Athen.
Die Komödie des Aristophanes in der Fassung von Robert Prange entwickelt sich rasant und unterhaltsam und wird vor allem von den weiblichen Schauspielerinnen überzeugend dargeboten, wobei ihnen der Spaß am Spiel besonders deutlich anzusehen war. Aber auch ihre Gatten überzeugen. Vor allem die Tanzeinlage der Feldherrn führte zu wahren Begeisterungsstürmen des Publikums, das an beiden Abenden das Forum bis auf den letzten Platz füllte. Dieses zollte auch am Ende der Aufführung des Literaturkurses anhaltenden Beifall und belohnte so die Schüler für ihre Mühen.

06. Juni 2007 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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