Auch Gott sein ist schwer

Oben im Olymp herrscht Langeweile. Um dieser zu entgehen, versuchen die Bewohner des Olymps mit kleinen Neckereien und Intrigen den Alltag interessanter zu machen. Im Mittelpunkt hierbei der Göttervater Zeus, der versucht die Fäden des Schicksals in der Hand zu halten. Sein besonderes Interesse gilt dabei Herkules seinem Sohn, der auf Erden einige Abenteuer bestehen muss. Dies missfällt seiner Gemahlin Hares, die wegen zahlreicher amouröser Abenteuer ihres Gatten verstimmt ist. Um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, ersinnt sie einen Schönheitswettbewerb mit Aphrodite und Pallas Athene. Das Chaos perfekt macht ein permanent angetrunkener Dionysos, der den gesamten Götterhimmel mit seinen Eskapaden unterhält.
Jeder, der sich in der Schule mit der umfangreichen Mythologie beschäftigt hat, musste mehr als einmal schmunzeln, denn das Stück von Jürgen Sprenzinger spielt geschickt mit den wohlbekannten Eigenschaften der Götter und setzt diese in ein neues Licht. Dazu trug auch die engagierte und gekonnte Spielweise der Darstellerinnen bei, welche die ‚Macken’ der Götter und Halbgötter gelungen darstellten. Ein Höhepunkt unter anderem war Paola Offergeld als liebestolle, aber auch ziemlich naive Aphrodite, die wie ein störrisches Kind ihren Willen durchsetzen will.
Literaturlehrerin Angelika Huber war genau wie das Kreuzauer Publikum sehr zufrieden mit der Entzauberung des Mythos Olymp.

21. Juni 2007 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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