6b stellt Gymnasium Kreuzau japanischen Grundschüler*innen vor

„Schnick-schnack-schnuck“ ist ein weltweit verbreitetes Spiel – auch japanische Schüler*innen spielen es gerne. Das und vieles mehr erfuhr die Klasse 6b unserer Schule am vergangenen Donnerstag. Als Teil eines Begegnungsprogramms anlässlich der Olympischen Spiele 2021 in Tokio gestaltete eine Klasse der Grundschule im japanischen Joetsu kleine Präsentationen und Spiele für die 6b. Die saß im Forum als um 8 Uhr morgens deutscher Zeit die einstündige Video-Konferenz begann und hatte eine Präsentation über ihren Schulalltag und die Gemeinde Kreuzau für die japanischen Gesprächspartner*innen vorbereitet.

„Grundschüler*innen in Japan lernen, wie man Gemüse anbaut“ war eine Behauptung, die die Schüler*innen der 6b bei einem Quiz-Spiel als richtig oder falsch einschätzen sollten. Viele der deutschen Teilnehmer*innen waren überrascht, als die japanischen Grundschüler erklärten, dass Gemüseanbau fester Bestandteil des dortigen Lehrplans ist. Und nicht nur das: Die Schüler*innen berichteten darüber hinaus, dass sie bei einem Projekt die Pflege einer Ziege organisiert und umgesetzt haben.

Die Kreuzauer 6b ermöglichte den japanischen Kindern einen Eindruck von ihrem Kreuzau: von der Natur entlang der Rur, die zum Wandern einlädt, dem Wellenbad nah bei der Schule und vom Schulzentrum. Am Ende reichte die geplante Stunde nicht aus, um alle Bilder zu präsentieren, die die 6b ausgewählt hatte.

Lehrer Nakano von der japanischen Partnerklasse schrieb nach der Videokonferenz: „Unsere Kids haben viel über deutsche Kultur, deutsches Essen und den Schulalltag in Deutschland gelernt, und viele Unterschiede zwischen Japan und Deutschland entdeckt. Ich glaube, sie haben an beiden Ländern viel Positives gefunden. Es wäre schön, wenn wir den Austausch mit Kreuzau auch in Zukunft irgendwie fortführen können!“

Auf unserer Seite hatte Klassenlehrerin Nicole Arbter das Treffen mit der 6b vorbereitet. Auch sie war sehr zufrieden mit dem Verlauf: „Die Klasse hatte viel Spaß und hat eine Menge gelernt. Die persönliche Begegnung hat Vertrauen aufgebaut – das kann man mit Schulbüchern nicht erreichen!“

In der Stadt Joetsu werden bei den in 202ONE umbenannten Spielen im kommenden Jahr Teile der deutschen Olympiamannschaften – nämlich die Turn-Mannschaft sowie das Paralympics-Team der Judokas – ihr Quartier finden. Deshalb suchte das Referat Sport der dortigen Stadtverwaltung nach einer Schule in Deutschland. Und wie es der Zufall will arbeitet der Neffe unserer Lehrerin Andrea Wichert-Heuser zur Zeit bei der Stadt Joetsu und betreut dort die internationalen Beziehungen. Der sorgte dann dafür, dass dieser ungewöhnliche Austausch zustande kam.

Exakt so wie auf rureifeler Schulhöfen ist die japanische „Schnick-schnack-schnuck“-Spielkultur übrigens nicht: Zum Schluss ihres Beitrags zeigten die jungen Japaner*innen den deutschen eine bisher unbekannte Variante, bei der die Teilnehmer*innen sich für eine Richtung entscheiden, in die sie schauen. Das darf allerdings nicht dieselbe Richtung sein, die der/ die  Spielleiter*in dann ausruft – sonst hat man verloren. Vielleicht ein neuer Trend auf unserem Schulhof?

Das Homepage-Team dankt Kazuma Takeda vom Bildungsausschuss der Stadt Joetsu für die Bereitstellung von Fotos und diese japanische Pressemitteilung über die Video-Begegnung:

09. Oktober 2020 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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