Zong Xiang Hu bei Chemie-Olympiade erneut ganz weit vorn

„Im Grunde hatten alle Aufgaben der ersten Runde Bezug zum Thema Pflanzen,“ erinnert sich Zong Xiang Hu an den Start der Chemieolympiade des laufenden Schuljahrs. „Dabei gab es insgesamt drei Aufgabenblöcke, in denen Auswirkungen der Temperatur, Böden, Mineralstoffe und Unkrautbekämpfungsmittel behandelt wurden.“ Diese Aufgaben löste er so gut, dass er den Wettbewerb in der zweiten Runde fortsetzen durfte. Auch hier überzeugte er: Zong Xiang erreichte einen Platz unter den 20 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmern landesweit.

Den Pandemie-Bedingungen entsprechend konnte Zong Xiang die Wettbewerbsaufgaben von zu Hause aus bearbeiten.

Ohne Corona-Pandemie hätte sich Zong Xiang Hu damit für Veranstaltungen im Forschungszentrum Jülich oder bei namhaften Chemie-Unternehmen qualifiziert. In diesem Schuljahr gibt es stattdessen ein Online-Seminar, unterstützt von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU).

Bei der Chemie-Olympiade stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht in weißen Kitteln hinter dampfenden Reagenz-Gläsern, sondern wenden Theorien auf konkrete Probleme an. Die Lösungen reichen sie dann schriftlich ein. „Zum Beispiel wird bei einer Aufgabe erklärt, dass als Schutz gegen Frost Obstbäume künstlich beregnet werden, was sich zuallererst paradox anhört. Wieso beregnet man Pflanzen, um sie vor dem Frost zu schützen?“, erklärt Zong Xiang die Art der Aufgaben, denen er sich stellen musste. „Werden die nicht noch mehr abgekühlt, wie wir es nach dem Schwimmen erleben, wenn wir grade aus dem Becken gestiegen sind? Meine Aufgabe war es zu recherchieren und den Zusammenhang zu verstehen.“

Schon im vergangenen Schuljahr hatte Zong Xiang erfolgreich an der Chemie-Olympiade teilgenommen.

Im Verlauf der Wettbewerbsrunden gilt es auch, mehrere Klausuren zu schreiben. Das hat Zong Xiang nicht abgeschreckt. Er ermuntert Mitschülerinnen und Mitschüler, beim nächsten Mal auch mitzumachen: „Habt einfach Spaß an der Sache haben und bleibt ehrgeizig,“ rät er. „Die Schüler, die daran Spaß haben, komplexe Zusammenhänge auszuknobeln, werden einen großen Vorteil haben.“

Die Internationale Chemie-Olympiade ist ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen, der seit 1968 jährlich stattfindet. Auf nationaler Ebene unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Veranstaltung finanziell. Das Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften der Universität Kiel organisiert den Wettbewerb.

04. Februar 2021 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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