Zirkus-AG geht mit neuer Betreuerin ins Schuljahr 2010/ 2011

Katja Staebner hat eine neue Stelle an einer Düsseldorfer Schule angetreten.

Zu Schülern aufschauen müssen alle, die das Training der Zirkus-Arbeitsgemeinschaft (AG) am Gymnasium der Gemeinde Kreuzau besuchen. Denn die rund zwanzig Schülerinnen und Schüler fahren im Mehrzweckraum ihrer Schule mit Ein- und Hochrädern umher, rollen auf ausgedienten Kabeltrommeln von Wand zu Wand und balancieren auf einem Drahtseil, rund dreißig Zentimeter über dem Boden.

„Am Anfang konnte ich auch nur jonglieren“, sagt Katja Staebner. Sie blickt auf eineinhalb Jahre Leitung der Zirkus-AG zurück. Die Referendarin übernahm die Verantwortung für Trainings und Auftritte ihrer Zirkus-Kinder von Wolfgang Arnold. Sie führte neues Jonglier-Material wie Devil Sticks und Pois ein, brachte Schülern bei, dass man beim Bau einer Menschenpyramide nie die Wirbelsäule der anderen belasten sollte und ließ den AG-Mitgliedern dennoch möglichst großen Freiraum, ihre Nummern zu gestalten. „Das ist freies Üben. Und wer herumsitzt, bekommt Anregungen.“

Eine Voraussetzung müssen allerdings alle Zirkus-Schüler erfüllen: Jeder muss lernen, mit Tüchern zu jonglieren. Das ist nicht so schwer wie mit Bällen, weil Tücher langsamer fallen, sieht aber auf der Bühne spektakulär aus. Und so können mindestens einmal pro Vorstellung alle Akteure gemeinsam auftreten.

Andrea Baumann ist die neue Betreuerin der Zirkus-AG.

Den pädagogischen Wert der AG, zum Beispiel Förderung von Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Koordinationsvermögen, hat Katja Staebner in ihrer Examensarbeit nachgewiesen. Wie es sich für solche Arbeiten gehört ist der Titel präzise, aber sperrig: „Ein AG-Konzept zur individuellen Förderung von motorischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen bei Schülern der Jahrgangsstufen fünf bis acht am Gymnasium der Gemeinde Kreuzau.“

Dass das Konzept funktioniert merkt der Beobachter einer Trainingseinheit der AG zum Beispiel daran, dass der am häufigsten zu hörende Schülersatz „Gucken sie mal, was ich kann, Frau Staebner!“ ist.

Viele Proben wird Staebner allerdings nicht mehr leiten. Sie hat im Frühjahr ihr Examen bestanden und wird das Kreuzauer Gymnasium verlassen. Eine neue Stelle hat sie schon gefunden. Doch eine Nachfolgerin steht schon fest: Andrea Baumann wird fortan junge Jongleure, Seiltänzerinnen und die Reiter der Kabeltrommel betreuen.

Neue Leute sind bei der Zirkus-AG stets willkommen. Wer die Gruppe kennenlernen will, wendet sich an Frau Baumann und vereinbart eine Schnupperstunde.

09. September 2010 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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