Von Kreuzau nach Bali und zurück

Gleich zu Beginn geht der Kapitän durch eine Liebschaft im Rettungsboot bei einer Evakuierungsübung verloren. In seiner Not macht der 1. Offizier den Landstreicher Jupp, der bei einem Preisausschreiben die Fahrt gewonnen hat, zum Kapitän. Dieser neue Kapitän sorgt vor allem bei den weiblichen Gästen für großen Auffuhr. Insbesondere Kegelschwester Anneliese Schmitz macht ihm schöne Augen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Columbusbar, an der sich alle Beteiligten immer wieder zu einem Drink einfinden. Diese selbst stellt das Zentrum des Bühnenbilds dar. Durch ihre Konzeption wirkte sie in Verbindung mit den anderen Elementen der Bühne leicht und zugleich elegant. Nichts war überflüssig. Im Laufe des Spiels bewies sich die hohe Funktionalität.
Mit großem Einfühlungsvermögen spielten die Schüler angeleitet von Literaturlehrer Bernd Maurin ihre Rollen, sodass die Zuschauer weitgehend vergaßen Schüler eines Literaturkurses vor sich zu haben, sondern sich gar selbst an Bord dieses merkwürdigen Schiffes wähnten. Minutenlage Standing Ovations lieferten hierfür einen eindrucksvollen Beweis.

25. Juni 2006 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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