Vom Retortenbaby zum gläsernen Mensch? – Biologie-Exkursion nach Aachen

Von Esther Kronhardt

Vom Retortenbaby zum gläsernen Menschen

Eine Gruppe von interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 besuchte in Begleitung von Frau Wittlinger und Herrn Eckert während einer zweitägigen Bioexkursion die Uniklinik Aachen. Wie im Unterricht dieser Jahrgangsstufe auch sollte es um Genetik und Gentechnik gehen. Wir wurden einbezogen in die Diskussion, ob mit der Präimplantationsdiagnostik (PID) eine Entscheidung über lebenswertes und lebensunwertes Leben gefällt wird. Zeitgleich wurde in Deutschland die PID nach langen Debatten unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen und Kriterien erlaubt.

Dürfen Ärzte sicherstellen, dass eine Frau nach Hormonbehandlung und künstlicher Befruchtung ein Kind ohne Erbkrankheiten zur Welt bringt? Unsere Schüler hatten komplexe Fragen zu beurteilen.

Dürfen Ärzte sicher stellen, dass eine Frau nach Hormonbehandlung und künstlicher Befruchtung ein Kind ohne Erbkrankheiten zur Welt bringt? Unsere Schüler hatten komplexe Fragen zu beurteilen.

Im Klinikum standen uns Mitarbeiter zur Verfügung, die gerne auf Fragen jeglicher Art über die bisher angewandten Methoden antworteten.

Besonders intensiv wurden die Themen anschließend im Schülerkreis vor Ort diskutiert, angeleitet von Dr. Georg Souvignier, dessen Fachbereich Grenzfragen von Theologie, Naturwissenschaft und Bioethik sind.

In Gruppen diskutierten unsere Oberstufenschüler, ob die Auswahl von Embrionen vor der Übertragung in die Gebärmutter für sie in Ordnung ist oder nicht.

In Gruppen diskutierten unsere Oberstufenschüler, ob die Auswahl von Embrionen vor der Übertragung in die Gebärmutter für sie in Ordnung ist oder nicht.

Es gab keine Antwort „PID ist richtig“ oder „falsch“, jedoch erarbeiteten wir gemeinsam einen Rahmen, in dem jeder persönlich eine Meinung zu dem Thema entwickeln konnte.

Solange wir Menschen sind, die Fragen und Antworten stellen, gehen Ethik und Medizin Hand in Hand. Das können wir nach unserer Bioexkursion in die Uniklinik Aachen mit Sicherheit sagen und danken unseren Lehrern, dem Förderverein, der Uniklinik und ins besondere der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen, für die Unterstützung, Begleitung und Versorgung.

01. August 2011 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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