Theater-AG im Haus der Stadt: Erlebnisbericht einer Schauspielerin

Vor vollem Haus führte die Theater-AG des Gymnasiums Kreuzau am 16. März das von ihr selbst geschriebene Stück „Dem Schicksal kann man kein Bein stellen“ auf. Hier der Erlebnisbericht von Alischa Wergen, Mitglied der AG.

Theater-AGAm Anfang, bevor sich der Saal im Haus der Stadt füllte, waren einige aus der Gruppe schon sehr aufgeregt. Ich natürlich auch, aber das ist ja kein Wunder. Wir haben anderthalb Jahre auf diesen einen Moment, in dem sich der Vorhang öffnet, hingearbeitet. Wir haben den Text geschrieben, geprobt und sind zu einer super Truppe zusammengewachsen. Nun war es also soweit, wir saßen im Haus der Stadt, auf dieser riesigen Bühne, hinter dem geschlossenen Vorhang und warteten nur darauf, dass er endlich aufgeht. In diesem Moment merkte man, dass es keine schlechte Nervosität war, sondern einfach der Drang danach, den Menschen da draußen unser Werk zu präsentieren und sie in unseren Bann zu ziehen.

Als der Vorhang dann endlich aufging und man die ganzen Menschen sehen konnte, stieg diese gute Nervosität nochmals. Man brauchte ein paar Sätze um sich „warm zu spielen“, doch nach dem ersten Lacher war die ganze Angst wie weggeblasen. Es war ein „magischer Moment“. Dieser Moment war wie eine Grenze zwischen Publikum und Schauspielern, die überschritten wird. Das Eis wurde gebrochen und die Zuschauer ließen sich voll und ganz auf das Stück und die Handlung ein. Man konnte sich einfach frei spielen und fallen lassen und wurde vom Publikum getragen.

Das Publikum umfasste die unterschiedlichsten Altersklassen, doch niemand schien, obwohl es ein Jugendstück war, gelangweilt zu sein. Durch Musik und Tanzeinlagen wurde das Publikum mitgerissen und versank noch tiefer in der Geschichte, die das Ensemble ihm erzählt. Man hatte als Zuschauer das Gefühl, ein Teil der Welt von den fünf Freundinnen und ihren Erlebnissen zu sein. Durch ein super schönes Bühnenbild wurde die ganze Sache noch einmal abgerundet. Das Stück lief einfach reibungslos durch und zog alles und jeden in seinen Bann.

Man kann das Gefühl und diese unfassbare Atmosphäre schlecht in Worte fassen. Wenn man wissen möchte, wie es sich anfühlt, muss man so etwas Fantastisches einfach einmal erlebt haben.

All das hätten weder die Schauspieler noch das Publikum erleben und spüren dürfen, wenn es nicht das tolle Helferteam gegeben hätte. Ohne die Techniker vom Haus der Stadt, die mit Hilfe von Licht und Ton erst für den richtigen Flair gesorgt haben, wäre diese unglaubliche Atmosphäre nie zustande gekommen. Ohne die Eltern und Großeltern der Schauspieler, die die AG so tatkräftig unterstützt haben, wäre nicht alles so reibungslos gelaufen.

26. März 2015 Autor:  Wolfgang Arnoldt 0 Kommentare

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