Planspiel erfolgreich – Nahost-Resolution gescheitert

„Sehr geehrter Vorsitz, sehr geehrte Delegierte“ – mit diesen Worten hat jeder Redebeitrag zu beginnen, wenn die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UN) tagen. Und so begrüßten auch die Teilnehmer unseres diesjährigen Planspiels zur internationalen Politik einander, wenn sie in der Rolle eines Diplomaten zur Versammlung sprachen.

Drei Q2-Kurse des Fachs Sozialwissenschaften simulierten am vergangenen Dienstag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Nahost-Konflikt. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor in mehreren Unterrichtsstunden in eine Rolle eingearbeitet: Sie vertraten zum Beispiel eines der ständigen Sicherheitsratsmitglieder Großbritannien, Frankreich, China, Russland oder die USA. Weitere Gruppen hatten sich mit den Positionen von nicht-ständigen Mitgliedsländern wie zum Beispiel Ägypten, Deutschland oder Ruanda vertraut gemacht. Während der Simulation galt es dann, einen Resolutionsentwurf so zu ändern, dass er in einer abschließenden Abstimmung eine Mehrheit findet und kein ständiges Mitglied die Verabschiedung mit einem Veto verhindert.

Den Gruppen lag der Entwurf für eine Resolution, also ein Beschlusspapier, des Sicherheitsrats vor. In der nachgestellten Sitzung rangen die Gruppen um Änderungen des Textes. Schließlich kam die Endfassung zur Abstimmung – und fiel durch. Einerseits ein frustrierendes Erlebnis für die Beteiligten, andererseits eine Gelegenheit zu erkennen, wie komplex der Nahostkonflikt ist.

Ziel eines solchen Planspiels ist es unter anderen, Oberstufenschülern vor Augen zu führen, welchen Wert, aber auch, welche Probleme die UN als internationale Institution haben.

01. November 2018 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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