Kreuzauer Sommer begann mit einem Sommernachtstraum

Nicht nur Bühne und Saal, sondern gleich das ganze Gebäude wurde ins Spiel miteinbezogen. Ein doppelt besetzter Puck (Janina Latzke/Anika Keller) sorgte dabei für atemberaubende Illusionen von Geschwindigkeit und Zauberei, indem er die Mitspieler immer wieder und deutlich vernehmbar durch die Treppenhäuser jagte.
Ein immer essender Philostrat (Andreas Witt) sorgte bereits für die ersten Lacher, bevor sich das herzögliche Paar (Lukas Schumacher und Jasmin Weiermann) die wütenden Klagen des Egeus (Simon Marx) über dessen Tochter Hermia (sehr gefühlvoll: Sonja Feiner) anhören musste. Jens Lock und Niclas Steffen, die als Lysander und Demetrius um dieselbe Frau kämpften (überaus überzeugend in der sehr anspruchsvollen Rolle der Helena: Hannah Schiller), spielten ihre Rollen so intensiv, dass das begeisterte Publikum ständig eine Schlägerei erwartete.
Die Welt der Waldgeister wurde vertreten durch einen würdevollen Oberon (Tim Skora) eine überaus anmutige Titania (Katharina Staab) und eine Elfe (Julia Stöhr), die ständig vor dem Puck auf der Hut sein musste.
Die Krone setzte dem die Handwerkertruppe um Peter Squenz auf (zum Brüllen komisch: Marvin Bergs, Norbert Hambach, Stefan Heinrich, Jochen Vieß und Daniel Behrendt), die vor dem herzöglichen Hochzeitspaar eine Aufführung einer Tragödie von Pyramus und Thisbe versuchen. Geradezu tobenden Applaus erspielte sich dabei Max Ulmen als Zettel.
Untermalt wurde alles von einer geradezu professionellen Band (Oleg Kosse, Simon Thiery, Thilo Kuhlmann, Peter Saupp, Natalie Sakkiettibutra) und einem Chor aus den Klassen 5d und 5c, die das Wiegenlied der Elfen (Musik: Natalie Sakkietibutra) sangen, das sie vorher im Musikunterricht eingeübt hatten.
Besonders erfreulich: Aufgrund des sehr großen Erfolges kommt das Stück am 4. Juli um 19.30 Uhr noch einmal zur Aufführung.

23. Juni 2005 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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