Klasse 8c beteiligt sich an Studie des Graduiertenkollegs Naturwissenschaftlicher Unterricht der Universität Duisburg-Essen

Ziel der Studie, die im Rahmen ihres Dissertationsprojekts durchgeführt wird, ist die umfassende Förderung naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen mit Realexperimenten und computerbasierten Experimentierumgebungen. Dazu erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler sich, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisprozesse ablaufen und experimentierten anschließend zu den Themen „Saure und basische Lösungen“ und „Auftrieb in Flüssigkeiten“. „Bevor Materialien wie diese in Studien mit vielen Klassen eingesetzt werden können, müssen wir einen Probedurchlauf machen. Dort können wir dann sehen, wo es Probleme gibt, und was wir noch verändern müssen“, erklärte Meike Bergs, „unsere Computerprogramme funktionieren ganz gut, aber die Experimente in den Interaktionsboxen haben wir neu entwickelt. Das ist dann schon spannend, wenn die Schüler sie zum ersten Mal verwenden.“

Mit dem Experimentieren allein ist es aber nicht getan: „Um herauszufinden, ob die Maßnahmen wirken, müssen die Schüler vorher und nachher eine ganze Reihe Tests ausfüllen. Wir sehen uns dann anhand der Ergebnisse an, ob sie etwas gelernt haben.“ So eine Auswertung dauert seine Zeit: erst nach den Sommerferien bekommt die Klasse eine Rückmeldung über ihr Ergebnis. Dabei ist es nicht möglich, jedem Schüler einzeln zu sagen, wie gut er abgeschnitten hat, denn die Namen der Kreuzauer Gymnasiasten tauchen nirgendwo auf: „So wollen wir verhindern, dass Lehrer die Ergebnisse zur Notengebung heranziehen. Dafür sind sie nicht gedacht.“ Ist sie denn zufrieden mit dem Verlauf der Pilotierung? „Auf jeden Fall. Wir hatten zwar kleinere technische Probleme, aber die Experimente funktionieren ganz gut.“ Dennoch, das erfuhren wir, wird sich noch einiges verändern – dank der ausführlichen Rückmeldungen der Schüler. Die Klasse 8c hat also schon so einiges bewirken können. Forschung findet eben nicht immer nur im Labor statt.

 

http://www.nwu-essen.de

06. Juli 2010 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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