Haare für Krebskranke gespendet

Haare sind ein ganz besonderer Teil unserer Körper: Sie sind ein individuelles Merkmal, haben Wiedererkennungswert. Umso schlimmer, wenn ein Krankheit die Haare ausfallen lässt. Eine Echthaar-Perücke kann den Betroffenen dann einen Teil des psychischen Drucks nehmen.

Unsere Schülerin Finja Tappe hat sich eine schicke Kurzhaarfrisur schneiden lassen und die abgeschnittenen Haare für eine solche Perücke gespendet. Das Homepage-Team hat sie interviewt.

Homepage-Team (HT): Wie bist Du auf die Idee gekommen, Deine Haare zu spenden?

Finja Tappe (FT): Ich finde es wichtig, dass krebskranke Menschen eine Möglichkeit haben, eine Echthaar-Perücke zu bekommen, auch wenn die Krankenkasse nur eine normale Perücke bezahlt. Leider ist meine Cousine vor ein paar Jahren an Leukämie, also Blutkrebs, gestorben, was das Thema für mich noch wichtiger macht.

HT: Wie reagieren denn die Leute bisher auf die Veränderung?

FT: Also bisher habe die Leute nur gut reagiert. Einige haben mich nicht erkannt. Andere waren beeindruckt und Viele haben nach dem Grund gefragt. Ich habe oft gehört dass ich älter aussehen würde.

HT: Wie funktioniert das mit der Haarspende? Gibt es eine Mindestlänge? Und wie heißt die Organisation, die sich darum kümmert?

FT: Also man schickt die Haare in Zöpfen an eine Organisation. Die Organisation, an die ich meine Haare gespendet habe, BVZ Rapunzel, versteigert die Haare an Firmen, die daraus Echthaarperücken hergestellen. Der Erlös wird an gemeinnützige Institutionen, wie zum Beispiel die DKMS, gespendet. Die Mindestlänge bei dieser Organisation beträgt 30 Zentimeter.
Eine andere Organisation, Verein Haarfee, eine Non-Profit-Organisation, verschenkt die aus den Haarspenden gefertigten Perücken an bedürftige Kinder, die ihre Haare verloren haben. Die Mindestlänge bei dieser Organisation beträgt 40 Zentimeter.

HT: Liebe Finja, danke für das Gespräch und großen Respekt für Deine Haarspende!

29. September 2021 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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