Ergebnis der Junior-Wahl: Hohe Beteiligung und gelb-grüne Koalitionsmöglichkeit

Über 80 Prozent der wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler unserer Schule nutzten in der vergangenen Woche ihre Stimme bei der bundesweit veranstalteten Juniorwahl, einer Simulation der Bundestagswahl unter Jugendlichen. Wäre das Kreuzauer Ergebnis auch das Ergebnis der Bundestagswahl, könnten die FDP und Bündnis 90/ Die Grünen eine Koalition bilden: Mit 28 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen gewannen die Freien Demokraten die schulinterne Wahl-Simulation; zweitstärkste Kraft mit 24 Prozent der Stimmen wurden die Grünen. Die CDU kam auf 16, die SPD auf 12 Prozent. Die AfD erhielt vier Prozent der Stimmen und wäre damit ebenso an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert wie Die Linke mit drei Prozent der Zweitstimmen. Drei Prozent der Zweitstimmen gingen auch an die Volt-Partei.

Bei den Direktkandidatinnen und -kandidaten schnitt Thomas Rachel von der CDU mit 29 Prozent der Erststimmen am besten ab. Ihm folgt Chris Andrä von den Grünen mit 20 Prozent der gültigen Stimmen. Laura Jacobsen-Littig gaben 17 Prozent der Junior-Wähler*innen unserer Schule ihre Erststimme. Fast gleichauf: SPD-Kandidat Dietmar Nietan mit 16 Prozent. Pirat Philipp Eismar erreichte mit drei Prozent ein gleichgutes Ergebnis wie Valentin Raimund Veithen von der Linken. Ebenfalls im unteren einstelligen Bereich der Wählergunst: Wolfgang Kochs von der AfD mit vier Prozent.

Bei der Juniorwahl ging es zu wie im richtigen Wahlraum: Es gibt Wahlbenachrichtigungen, Wähler*innen-Listen und -helfer sowie Stimmzettel, auf denen dieselben Parteien und Personen stehen, wie bei der Bundestagswahl auch.

Im Unterricht hatten die Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Sozialwissenschaften vorher den Wahlablauf, die Bedeutung von Wahlen in einer Demokratie und das deutsche Wahlrecht thematisiert: Was bewirken Erst- und Zweitstimme? Warum ist es ein Unterschied, ob jemand eine ungültige oder gar keine Stimme abgibt? Wie genau wird bestimmt, wer einen Sitz im neuen Bundestag bekommt?

Für die Einhaltung der Wahlgrundsätze sorgten bei der Juniorwahl Schülerinnen und Schüler. “Die Wahlhelferinnen und -helfer aus der Oberstufe haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Juniorwahl so reibungslos ablaufen konnte”, sagte Mitorganisator Robin Waters nach der Auszählung des Schulergebnisses. Er ist Referendar an unserer Schule.

Das Abstimmungsergebnis aller rund 4500 teilnehmenden Schulen aus ganz Deutschland wurde am Wahltag nach Schließung der Wahllokale bei der echten Bundestagswahl veröffentlicht. Es ist unter www.juniorwahl.de zu finden.

27. September 2021 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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