Engagement ist prima – eure Aufkleber sind es nicht!

Liebe Jugendliche,

in der letzten Zeit finden sich vermehrt Aufkleber im Schulgebäude, die von denen, die sie anbringen, vielleicht als wichtiges Votum für den Klimaschutz verstanden werden. Manche andere werden diese aber auch als störend oder gar ärgerlich empfinden, da sie erstens eher unschön aussehen und bei der Entfernung häßliche Reste zurückbleiben und sie z.T. auch anderen lästig werden, die z.B. den Speiseplan der Mensa oder Aushänge in Schaukästen nur noch mit Mühe lesen können.

Ihr wisst, dass sehr viele in unserer Schule – mich eingeschlossen – dem Engagement von Jugendlichen für die Umwelt und den Klimaschutz oder gegen rechtsextreme Parolen und Gruppierungen sehr wohlwollend gegenüber stehen.

Daher mein Appell an alle, die sich engagieren (wollen): Setzt dieses Wohlwollen nicht dadurch aufs Spiel, dass ihr unnötig Abwehr gegenüber euren Anliegen hervorruft – und am Ende nur noch über die Sauberkeit im Schulgebäude und nicht mehr über die wirklich wichtigen Fragen diskutiert wird. Und eure Ideen und Argumente könnt ihr auf vielfältige andere Weise – im Unterricht, über die SV, über die schulische Mail-Kommunikation usw. viel besser verbreiten und in die Diskussion bringen.

Und meine Bitte an alle: Weist doch bitte die Urheber bzw. Verteiler solcher Aufkleber darauf hin, dass sie sich damit keinen Gefallen tun – und dass sie zudem, wenn ihnen das Anbringen nachweisbar ist, mit einer Anzeige der Gemeinde wegen Sachbeschädigung rechnen müssen. Und vielleicht hilft auch der Hinweis, dass weder unsere Hausmeister noch die Reinigungskräfte es ausbaden sollten, wenn manche nicht wissen, was richtig ist.

In dem Sinne: Engagiert euch für das, was euch als wichtig und richtig erscheint – aber wägt klug ab, womit ihr eure Anliegen wirklich voranbringen könnt und worauf ihr im Interesse einer vernünftigen Diskussion und mit Rücksicht auf die Allgemeinheit – und auf Recht und Gesetz – besser verzichten solltet.

Euer Wolfgang Arnoldt

14. Juni 2019 Autor:  Wolfgang Arnoldt 0 Kommentare

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