Eine schrecklich nette Verwandtschaft

Lady Emily möchte auf ihrem Schloss Huntingcourt Geburtstag feiern und lädt dazu ihre Verwandtschaft ein. Alle kommen, um ihre Tante noch einmal zu sehen. Doch ihre Geschenke sind mörderisch. Dezidiert arbeitet die kuriose Sippschaft vier Mordpläne aus, die aber immer den ahnungslosen Butler treffen. Schließlich stirbt Lady Emily scheinbar doch und die Suche nach einem Testament beginnt. Als dieses verschwunden bleibt, beschießen die Familienmitglieder mithilfe des Notars die Geister des Schlosses zu befragen, auch hier kommt es während der Geisterstunde, die mit viel Liebe zum Detail inszeniert wurde, zu kuriosen Szenen, da nicht nur die Lebenden, sondern auch die Geister sonderbare Persönlichkeiten haben.
Am Ende des Stückes, das unter der Anleitung von Angelika Huber inszeniert wurde, kommt es zur überraschenden Wende: Offensichtlich hatte Lady Emily den Plan ihrer Liebsten geahnt und ihren eigenen Tod nur vorgespielt, um die Habgier der Verwandtschaft zu entlarven. Nutznießer ist der geschundene Butler, der zum Alleinerben wird.
Insgesamt honorierten die Zuschauer die mühevolle Arbeit mit tosendem Applaus.

17. Juli 2004 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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