Beach Cup Düren 2008

Foto: Ralf GathMaskottchen Nixe (Störling) hatte sich eine für alle Teilnehmer gesponsorte Sonnenbrille besorgt – ob liebevoll bei Frauchen oder vielleicht zwecks Einschüchterung bei unseren Gegnern ist bislang nicht geklärt …

Peinlich, peinlich, peinlich…

So empfanden es die Zuschauer (und in persönlichen Gesprächen und eMails in den Tagen danach die Gönner der Volleyball-AG) und anwesenden Aktiven, als bei der Siegerehrung für fast die Hälfte der aus der Hand von Bürgermeister Paul Larue zu vergebenden Medaillen die entsprechenden Spielerinnen und Spieler in der Flutlichtszenerie des diesjährigen Beach Cups nicht mehr anwesend waren.

Gefroren haben sie sicherlich alle, am meisten die zur Untätigkeit verdammten bereits in Vorrunde oder Zwischenrunde vor Stunden ausgeschiedenen Spielerinnen. Es gehört schon eine Portion innere Größe dazu, trotz Kälte und Regens, des Gefühls der eigenen Niederlage und in der Vorbereitungsphase der Leistungskursklausuren den anderen AG-Teilnehmerinnen bis zum Schluss aktive und lautstarke Unterstützung zuteil werden zu lassen – keine einzige der für die Volleyball-AG (und erneut vom Sponsor RABO Networks aus Kreuzau ausgerüstet http://www.rabo-networks.net/) angetretenen Spielerinnen verließ vorzeitig das Turnier (was einige wichtige Persönlichkeiten wohlwollenden zur Kenntnis genommen haben, da die große Anzahl einheitlicher Trikots mit dem RABO-Aufdruck natürlich auffiel), für viele andere gilt dieses Lob allerdings nicht.

Die an mich gerichtete Bitte des WDRs, mehrere Schülerinnen live vor die Kamera treten zu lassen, um in der abendlichen Lokalzeit berichten zu können, wurde natürlich erfüllt, wenn sich die jungen Damen dem Begehren anfangs auch nicht ganz euphorisch gegenüber verhielten – schließlich waren sie völlig verschwitzt, durch und durch mit feinstem Quarzsand überzogen und die Frisur war ja auch nicht mehr so ganz in Ordnung – und kein Spiegel weit und breit! Die Lockerheit, mit der sie dann trotz Turnierstress vor laufender Kamera die Fragen des Moderators beantworteten, hat positiv überrascht. Ganz im Stil professioneller Sportler wies Linda en passant auf die einheitlichen Trikots hin – für eine solche Werbung erhalten andere Leute Beträge in siebenstelliger Höhe! Wer vor der Kamera stand? Diese „Ehre“ gebührte denjenigen, die sich seit Jahren vorbildlich für die Volleyball-AG einsetzen und auch 2008 für die AG angetreten waren und auf deren Zuverlässigkeit man sich stets verlassen kann, denn sonst wären sie nicht Trainerinnen geworden: Linda Sistemich (10d), Nina Koerfer (12) und Lisa Mainz (12). Wäre der TV-Bericht ein paar Stunden später gedreht worden, hätte der WDR die drei jungen Damen, zzgl. Nina Wloszkiewicz (12), mit ihren gewonnenen Pokalen in die deutschen Wohnzimmer übertragen können, denn das Turnier wurde von Nina Koerfer und Lisa hauchdünn gewonnen, Linda (die am Vortag bereits den Turniersieg errungen hatte) und Nina Wloszkiewicz holten sich den Pokal für den dritten Platz, denn im Halbfinale trafen die beiden Paarungen aufeinander, sodass ein Team ausscheiden musste, sich aber mit dem Gewinn des kleinen Finals ebenfalls Pokale aus der Hand des Dürener Bürgermeisters abholen konnte.

Foto: Ralf Gath

vordere Reihe v.l.n.r.: Nina Wloszkiewicz, Linda Sistemich, Nina Koerfer, Lisa Mainz

hintere Reihe v.l.n.r.: Simone Dick (13), Carolin Hambach (13), Julia Becker (12), Lina Pfander (12), Jeanny Bodden (12); dahinter etwas verdeckt Linda Wollersheim (12), da sich der Schlawiner Niklas Kanski ins Bild gemogelt hatte

Verrückte Welt: Am Vortag erhielten die jüngeren Spielerinnen und Spieler als Antrittsprämie Sonnenbrillen, die älteren Jahrgänge am Tag darauf Kühl- bzw. Wärmekissen. Mittwochs gab es aber lausig kaltes Regenwetter, donnerstags dafür den Sonnenschein.

Die jüngeren AG-Mitglieder holten sogar noch mehr Pokale als die erfahrenen Spielerinnen:

Nico Liebeck (9d) und Christoph Ruppach (10c) gewannen das Turnier der Jungen, Stephan Nievelstein (9c) und Tobias Kesternich (9d) sicherten sich den dritten Platz.

Bei den Mädchen siegten Linda Sistemich (10d) und Hannah Bünten (10d).

Foto: Ralf Gath

Ehre, wem Ehre gebührt! Die Erfolge des Beach Cup Düren 2008 sind den Trainerinnen zu verdanken, die – nicht in grünen Trikots – mit auf das Foto gehören:

Knieend: Kerstin Schulz (Abitur 2008), dahinter in gelb Lisa und Nina

Die Spielerinnen und Spieler: 

vordere Reihe v.l.n.r.: Christoph Ruppach, Nico Liebeck, Linda Sistemich, Hannah Bünten

hintere Reihe v.l.n.r.: Yannick Grainer (8c), Lukas Liebeck (8c), Stephan Nievelstein (9a), Tobias Kesternich (9d), Kira Koerfer (8b), Tabea Krämer (8b), Kai Störling (8b), Chris Vom Rath (8b)

In eigener Sache: Oben steht „Ehre, wem Ehre gebührt“, aber ich trainiere selbst nur einen Teil der AG, vier Trainerinnen leiten ihre eigenen Gruppen. Die „Ehre“, auf Bitte des WDRs vor die Kamera des Selbigen zu treten und Fragen zum Beach Cup Düren zu beantworten, habe ich abgelehnt! Warum? Es gibt im Kreis Düren meiner nicht maßgeblichen Meinung nach nur einen einzigen Menschen, der sich das verdient hat. Alfred Bergrath vomAmt für Schule und Weiterbildung, Kultur und Sport der Kreisverwaltung Düren schuf vor Jahren den Beach Cup. Über die Jahre unserer gemeinsamen Arbeit hinweg habe ich ihn als einen sehr integeren Menschen kennen gelernt, dem das Wohl aller Menschen, die Sport treiben und / oder sich an ihm als Zuschauer erfreuen, am Herzen liegt. Herr Bergrath wird 2009 in den Ruhestand gehen, sodass sein Name in diesem Artikel möglicherweise zum letzten Mal auf der Homepage des Gymnasiums Kreuzau genannt werden wird. Die Kinder und Jugendlichen der Volleyball-AG haben ihm Dinge zu verdanken, die für sie mittlerweile zu Selbstverständlichkeiten geworden sind. Sicher ist, dass Herr Bergrath nicht in den Ruhestand gehen wird, ohne uns nochmals persönlich gesehen zu haben – versprochen!!! Er trat übrigens vor die Kamera!

von Ralf Gath

08. September 2008 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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