60, 70 oder 90? Verdichtung des Unterrichts braucht neue Strukturen

Bisher findet dieser Nachmittagsunterricht mit Zustimmung der Schulpflegschaft noch ohne Mittagspause statt. Ob dies noch ein Jahr bis zur Fertigstellung der Mensa so bleibt, wird sich im Mai entscheiden. Die Ausdehnung des Unterrichts in den Nachmittag veranlasst uns, über die Gestaltung des Unterrichtstages nachzudenken. Denn im Extremfall könnte es passieren, dass ein Schüler bzw. eine Schülerin an einem solchen Tag acht verschiedene Unterrichtsfächer hätte. Dies scheint mir auf Dauer nicht zumutbar, wenn wir die Belastung der Schülerinnen und Schüler durch Unterricht in einem vernünftigen Rahmen halten wollen. Hinzu kommt, dass der traditionelle 45-Minuten-Unterricht selbstständigeren Formen des Lernens häufig im Wege steht. Ohne hier alle Gründe des Nachdenkens vollständig zu entfalten: Erfordernisse eines anspruchsvollen Lernens und der Ausweitung der Unterrichtszeit in den Nachmittag sorgen dafür, dass an vielen Schulen das Nachdenken darüber eingesetzt hat, wie man Unterrichtsstrukturen verändern könnte. Dieser Diskussionsprozess ist an unserer Schule voll im Gange. Es hat sich ein Gesprächskreis konstituiert, in dem Eltern, Schüler und Lehrer vertreten sind und der im letzten Herbst zweimal getagt hat. Am vergangenen Mittwoch, dem 04.02.09, fand dann in Düren eine Vortragsveranstaltung statt, bei der Vertreter zweier Schulen ihre Form der Unterrichtsorganisation vorstellten: das 60-Minuten-Modell des Gymnasiums Altenforst (Troisdorf) und das Doppelstunden-Modell des Gymnasiums Kerpen.  Heute, am 11.02.09, laden wir nun ein zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion über das 70-Minuten-Modell, wie es am Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn praktiziert wird. Der Schulleiter, Herr Reimers, wird dazu um 19.30 Uhr im Forum unserer Schule vortragen. Auch heute sind wieder alle eingeladen, die an der Entwicklung unserer Schule teilnehmen wollen.

Wie geht es weiter?
Am Donnerstag, dem 26.02.09 trifft sich der Gesprächskreis unserer Schule wieder, um die Diskussion fortzuführen, nachdem wir in den drei Vorträgen Anregungen erhalten haben. Im Mai werden wir genauer wissen, wie die Lehrerversorgung im nächsten Schuljahr aussehen wird und mit der Schulpflegschaft und der Schulkonferenz entscheiden, ob wir noch ein weiteres Jahr bis zur Fertigstellung der Mensa ohne längere Mittagspause arbeiten wollen.

von Wolfgang Röther

11. Februar 2009 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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