Angst vor dem Feind? No Fear The Enemy!

Von Hanna Maris

No Fear The Enemy – das steht für Musik, Spaß, Lebensfreude und vor allem für fünf Jungs aus dem Raum Düren.

 

No Fear The Enemy ist eine Punk & Alternative-Rock Band, bestehend aus Nico Brüggen (17, Vocals), Carsten Laßka (18, Gitarre), Florian Kirschbaum (16, Drums), Calvin Becker (16, Bass) und Kevin Postir (17, Gitarre).

No Fear The Enemy ist eine Punk & Alternative-Rock Band, bestehend aus Nico Brüggen (17, Vocals), Carsten Laßka (18, Gitarre), Florian Kirschbaum (16, Drums), Calvin Becker (16, Bass) und Kevin Postir (17, Gitarre).

Die Band wurde am 15. November 2008 gegründet und am 9. Mai 2009 mit Nico vervollständigt. Ich hatte das Glück, bei einer Probe und einem Konzert dabei zu sein und die Band so besser kennenzulernen.

Es ist der 5. Februar, als ich mich um kurz vor 11 auf den Weg mache und zur Probe von No Fear The Enemy fahre.

Ich komme zu einem kleinen Gartenhäuschen im Garten von Drummer Flo. Es besteht aus einem einzigen, sehr kleinen Raum, der extrem voll und bunt ist. Von der Decke hängen farbige Lampen hinab und über dem Fenster hängt ein riesiges Poster, auf dem “No Fear The Enemy“ steht. In diesem kleinen, überraschenderweise nicht stickigen Raum, tummeln sich vier Jungs und begrüßen mich freudig. Carsten ist nicht da, und so mache ich es mir erst einmal auf einem der beiden (sehr gemütlichen) Sofas bequem und lausche den Gesprächen der Jungs über Gitarren, Konzerte und natürlich die Schule.

Nach kurzer Zeit beginnen die vier, Mikros aufzubauen und die Gitarren herauszuholen. Da Carsten immer noch nicht da ist, beantworten die Jungs mir netterweise einige brennende Fragen. So erfahre ich, dass bei der Gründung der Band weniger Berühmtheit zählte, sondern mehr “stumpfsinnige Musik machen“, wie Flo mir erzählt.

Dann geht alles sehr schnell, die Gitarren werden gestimmt, die letzten Sachen bereitgestellt, doch es scheint einige Probleme zu geben, da ein bestimmtes Netzteil fehlt und einige Kabel vertauscht wurden. Nico ist leicht genervt und versichert mir, dass das so normalerweise nicht läuft. Als alle Kabel und Netzteile gefunden sind, kommt Carsten. Er wird mit Freude und auch ein wenig Verärgerung empfangen – verständlich, er ist eine halbe Stunde zu spät! Jetzt sind sie fertig, um mir eine Kostprobe ihrer Musik zu geben. Ich bin sehr gespannt und kuschle mich tiefer in das Sofa mit dem chinesischen Muster, es ist ein wenig kalt in dem kleinen Häuschen, weil es nur einen Heizlüfter gibt… Und schon geht es los, Nico grinst mich kurz an und konzentriert sich dann auf die Musik.

Es ist unglaublich, die Lautstärke scheint aufgrund des kleinen Raumes noch intensiver, man kann den Vibe richtig spüren, der den Raum erfüllt, man fühlt die Energie, die die Jungs haben und vor allem den Spaß an der Musik. Das erste Lied heißt Brüder, eins der besten Lieder von No Fear The Enemy, das findet jedenfalls die Band. Leider werde ich heute nur zwei Lieder zu hören bekommen, da Sänger Nico am Abend noch einen Auftritt hat und seine Stimme schonen muss. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten – der Sänger war kaum zu hören – bemerkt man, wie gut die Jungs aufeinander abgestimmt sind und wie sich eine durchaus positive Stimmung ausbreitet.

Wer den Wettbewerb der Nachwuchsbands im "Underground" gewinnt, darf im "Luxor" auftreten. "No fear" gibt alles.

Wer den Wettbewerb der Nachwuchsbands im "Underground" gewinnt, darf im "Luxor" auftreten. "No fear" gibt alles.

Danach suche ich mir einen anderen Song aus, ich wähle ‚Stronger‘, den sie mir vorher empfohlen hatten. Er überzeugt mich durch einen wirklich guten und eingängigen Rhythmus. Die Jungs geben alles, ich sitze direkt neben der Box und der Raum scheint viel zu voll zu sein, allein das Schlagzeug nimmt immerhin ein Viertel des Raumes ein! Nachdem sie auch Stronger zufrieden beendet haben, spielen sie auf meinen Wunsch hin noch ein drittes Lied: Friends. Der Anfang klappt reibungslos, doch am Ende des Refrains scheint Nico den Text zu vergessen. Er nimmt es jedoch locker, lacht, und singt dann weiter. Mir fällt wieder einmal auf, wie gut die 5 Jungs miteinander agieren, auch wenn es manchmal kleine Reibungen gibt. Nach diesem Lied wird direkt die vorhergegangene Leistung kritisiert und bewertet, mit einem relativ guten Fazit. Nach einer kurzen Diskussion wird ein Cover von Rise Against, nämlich ‚Behind Those Doors‘ begonnen. Es fängt gut an, doch nach 10 Sekunden brüllt Nico “Moment, Moment, nochmal, nochmal!“, die anderen hören auf zu spielen und ich scheine etwas nicht mitbekommen zu haben. Als sie weiterspielen gibt es keine Probleme mehr, die Stimmung ist durch die laute Musik aufgeladen und erhitzt – but in a positive way! Alle Bandmitglieder unterstützen Nico beim Gesang, sie scheinen – genau wie ich – durch die Musik mitgerissen zu sein und in einer völlig anderen Welt zu schweben.

Das war dann wirklich das letzte Lied, die Jungs stürzen zum Trinken und beginnen mit einer Art Jam-Session, spielen mit der Gitarre verschiedene Lieder an und unterhalten sich über andere Bands und über das bevorstehende Konzert in Köln, bei dem auch ich anwesend sein werde. Die Vorfreude ist riesig, sie haben noch nie in einer Location wie dem Underground gespielt, ihr größtes Konzert war bisher in der Endart bei der Burgau Rock Night. Als ich dann gehen muss, spielen sie mir extra noch ein kleines, improvisiertes Abschiedslied und verabschieden mich fröhlich. Ich habe viele neue Eindrücke gewonnen und freue mich schon sehr auf das Konzert am 11. März im Kölner Underground.

Das Underground ist anders als normale Konzerthallen oder Clubs, es hat einen großen Außenbereich mit vielen bunten Lichterketten und Pflanzen. Glücklicherweise ist es relativ warm an diesem Abend, weshalb die meisten Leute im T-Shirt herumlaufen. Es herrscht eine sehr entspannte und lockere Atmosphäre. In der Bar ist das Licht gedämpft, die Luft ist verraucht und es tummeln sich dort einige seltsame Gestalten. No Fear The Enemy haben für heute Abend die meisten Tickets verkauft. Deshalb erlaubt ihnen der Veranstalter, sich selber auszusuchen, wann sie auftreten. Die Jungs entscheiden sich für halb neun.

Die Bühne ist relativ klein und es ist sehr dunkel im Konzertraum. Noch 15 Minuten bis zum Auftritt, ich frage die Band, wie aufgeregt sie mittlerweile sind. Die Antwort: 9, auf einer Skala von 1-10. Jetzt ist es soweit, No Fear The Enemy betreten die Bühne. Vor dieser hat sich inzwischen eine ordentliche Fangemeinde angesammelt, die die Band angemessen begrüßt. Los geht es mit ‚Listen To Me‘, einem Lied, das ich noch nicht kenne. Die Band gibt von Anfang an alles, sie wollen das Publikum unbedingt für sich gewinnen und tun alles dafür. Und das erfolgreich! Schnell haben sich vor der Bühne einige Jungs versammelt, die begeistert zur Musik pogen. Die nächsten Lieder sind ‚Friends‘ und ‚Brüder‘, die ich schon bei der Probe der Jungs gehört habe. Sie klingen jedoch live und auf einer Bühne noch um ein Vielfaches besser als im Gartenhäuschen. No Fear The Enemy spielen voller Energie und Leidenschaft, man spürt, wie sehr sie die Musik lieben und sich den Traum erfüllen wollen, zu gewinnen um das nächste Konzert im Kölner Luxor zu spielen. Die Stimmung wird immer besser, und dann machen die Jungs etwas sehr Ungewöhnliches. Sie spielen ein Cover, ‚Behind Those Doors‘ von Rise Against. Der Raum scheint zu explodieren, die Jungs geben ihre gesamte Energie in die Show, das Publikum scheint diese Energie aufzufangen und durch das tanzende Publikum scheinen No Fear The Enemy immer mehr Energie zu bekommen. Nach der Zugabe ‚Can You Imagine‘ kommt dann das Voting. Jeder, der No Fear The Enemy gut fand, hebt die Hand. Es überrascht kaum, es heben sich sehr viele Hände. Da jedoch noch nicht alle Bands gespielt haben, kann noch kein endgültiges Ergebnis bekanntgegeben werden. Als ich die Jungs frage, wie es ihnen jetzt, nach ihrem Auftritt geht, bekomme ich unterschiedliche Antworten: kaputt, heiser, extrem geil, super und ‚abgefuckt über die Technik‘. Von allen Seiten her kommen Glückwünsche und draußen füllt es sich zusehends. Als ich einen Blick in den Konzertraum werfe, sehe ich, dass dieser sich erheblich geleert hat. Es ist offensichtlich, dass No Fear The Enemy heute Abend hier die meisten Fans haben.

Später am Abend wird dann das Ergebnis der Votings bekannt gegeben. Und ein Traum wird wahr, No Fear The Enemy sind weiter! Sie haben es geschafft und dürfen ein Konzert im Luxor spielen, und wenn sie dieses genauso rocken wie heute Abend das Underground, dann ist ihnen der erneute Sieg sicher. Damit das jedoch möglich ist, brauchen sie Unterstützung, und zwar von möglichst vielen No Fear The Enemy-Anhängern, die am 23. April zum Emergenzafestival ins Luxor in Köln fahren und sich mit No Fear The Enemy und 7 anderen Bands einen tollen Abend machen. Tickets bekommt man für 9 Euro bei den Mitglieder der Band oder auf ihrer Homepage.

Weitere Informationen gibt es hier:

www.no-fear-the-enemy.de

www.luxor-koeln.de

www.emergenzafestival.de

 

16. April 2011 Autor:  Martin Dieckmann 0 Kommentare

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