Teil 2: Worauf Du achten solltest, wenn Du Internet-Käufe tätigst

Du solltest zuerst Preise vergleichen und das Angebot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis heraussuchen. Dazu solltest Du auf die Qualitätsmerkmale, wie Erfahrungsberichte und Bewertungen achten, denn dort stehen meistens Kommentare zur Qualität des Artikels. Bei manchen Käufen macht es auch Sinn, sich vorher neutrale Testberichte (z.B. von der Stiftung Warentest, oder in Fachzeitschriften) anzusehen.

Du solltest auf die Summe aus den Kosten für den Artikel und den Versandkosten achten, weil viele Anbieter mit billigen Angeboten werben, aber die Versandkosten nachher so hoch sind, dass der Artikel Dich mehr kostet als bei einem anderen Anbieter mit einem höheren Kaufpreis aber niedrigen Versandkosten.

Außerdem solltest Du Dir immer die Allgemeinen-Geschäfts-Bedingungen (AGB) durchlesen und darauf achten, ob dort zusätzliche Kosten „versteckt“ sind. Wenn Dir Regelungen merkwürdig vorkommen, solltest Du vor dem Kauf einen Erwachsenen fragen.

Wenn Du jünger als 18 Jahre bist und Käufe tätigen willst, die mehr kosten, als Du normalerweise mit Deinem Taschengeld bezahlen kannst, brauchst Du die Einwilligung Deiner Eltern. D.h. der Händler muss dich nach Deinem Alter fragen, ansonsten ist der Vertrag unwirksam und der Händler muss die Ware auf seine Kosten zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten. Näheres zu dem sogenannten „Taschengeldparagrafen“ findest Du in dem Teil 1 zu den Käufen im Laden.

Das Widerrufsrecht beträgt bei Internet-Käufen 14 Tage (bei Auktionen 4 Wochen, s. Abschnitt 3). In der Zeit kannst Du vom Kauf zurücktreten und eine Erstattung des Kaufpreises verlangen. (Die Kosten der Rücksendung musst Du dann allerdings bei vielen Online-Shops selbst tragen, also lohnt es sich, vor dem Kauf genau zu überlegen.)

Eine Besonderheit sind App-Store-Käufe. Dazu ist zu sagen, dass Du in einem App-Store nicht dauerhaft mit einer Kreditkarte (z.B. von Deinen Eltern) angemeldet sein solltest, da Du dann möglicherweise schnell viel Geld ausgeben kannst. Die bessere Einstellung ist immer die, wo Du jeden Kauf neu bestätigen und dazu die Bezahlung vornehmen musst. Es gibt auch In-App-Käufe. Dann ist die App zwar oft kostenlos, aber Du musst manchmal bezahlen um in einem Spiel weiter zu kommen oder Du musst Dir irgendwann die Vollversion kaufen. Dies solltest Du vor dem Herunterladen einer App prüfen und dann überlegen, ob Du die App haben willst.

Käufe, bei denen Du Dich zu regelmäßigen Zahlungen verpflichtest (wie z.B. Ratenkäufe oder Abos) dürfen Händler generell mit unter 18-Jährigen nicht vereinbaren. Solltest Du einen solchen Kauf abgeschlossen haben, kannst Du ihn  mit Hilfe Deiner Eltern wieder rückgängig machen. Wie bei den Regelungen, die den „Taschengeldparagrafen“ (s. Teil 1) verletzen, gelten solche  Verträge als unwirksam, d.h. sie verpflichten Dich nicht zu einer Zahlung und der Händler muss die Ware auf seine Kosten zurücknehmen.

weiter zum Teil 3

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