Erste positive Corona-Testergebnisse – wenige Quarantäne-Entscheidungen als reine Vorsichtsmaßnahme

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ließ es schon lange erwarten, nun ist es erstmals eingetreten: Am Wochenende wurde die Schule über die positiven Corona-Testergebnisse einer Schülerin der Klasse 9 b und eines Schülers der Jahrgangsstufe Q2 informiert. Wir haben daraufhin

  • alle Schülerinnen und Eltern der betroffenen Klasse bzw. Stufe informiert,
  • die Schüler*innen, die mit den nachweisbar Infizierten z.B. als Sitznachbar*innen längeren und näheren Kontakt hatten, gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben und auf jeden Fall nicht mehr zur Schule zu kommen,
  • und die Namen dieser – jeweils recht wenigen – Schüler*innen wie gewünscht dem Gesundheitsamt mitgeteilt, das für diese nun eine Quarantäne verfügen wird.

In den Mitteilungen an die Klasse bzw. die Stufe und an die jeweils betroffenen Schüler*innen haben wir erläutert, wie das Gesundheitsamt des Kreises Düren vorgeht und wie dieses Vorgehen begründet wird:

  • Generell geht das Gesundheitsamt davon aus, dass das Infektionsrisiko im Bereich der Schule sehr gering ist, insbesondere dann, wenn konsequent Masken getragen, die Handhygiene eingehalten, für eine ausreichende Lüftung gesorgt und immer dann auf Abstand geachtet wird, wenn – z.B. beim Essen – die Masken abgenommen werden.
  • Dennoch verfährt das Gesundheitsamt des Kreises Düren so, dass für diejenigen Schüler*innen, für die z.B. als Sitznachbar*innen ein sicherer Abstand von mehr als 1,5 m zu einer nachweisbar infizierten Person über einen längeren Zeitraum nicht garantiert war, eine Quarantäne von 14 Tagen ab dem letzten Kontakt verfügt wird. 
  • Die Quarantäne ist eine rein vorsorgliche Maßnahme, weil nicht 100%-ig auszuschließen ist, dass jemand sich trotz Maske bei einem längeren Kontakt infiziert haben könnte – und dann möglicherweise andere infizieren würde, bevor (oder ganz ohne) dass er/sie bei sich selbst Anzeichen einer Infektion feststellt. Es muss sich also niemand, für den jetzt eine Quarantäne verfügt wird, Sorgen machen, jetzt infiziert zu sein, die Wahrscheinlichkeit ist nach Einschätzung des Gesundheitsamtes auch für diese Schüler*innen – und erst recht für alle anderen – sehr gering.
  • Da es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt und selbst ein negativer Test aufgrund der Inkubationszeit nicht zu einer Aufhebung der Quarantäne führen würde, sieht das Gesundheitsamt von einem Abstrich bei Kontaktpersonen ab, solange sie keine Symptome entwickeln.

Ich möchte diese beiden „Fälle“ – die aller Wahrscheinlichkeit nach wohl nicht die letzten bleiben werden – zum Anlass nehmen, noch ein mal auf ein paar wichtige Verhaltensregeln hinzuweisen:

  • Nach wie vor – und angesichts der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen und natürlich für die Kontaktpersonen der infizierten Schüler*innen ganz besonders – gilt, dass alle bitte bei Erkältungsanzeichen oder anderen Symptomen einer Corona-Infektion nicht in die Schule kommen und sich mit einem Arzt zur Abklärung des Risikos und zwecks Entscheidung über die Notwendigkeit eines Tests in Verbindung setzen.
  • Gleiches gilt in dem Fall einer „roten“ Meldung eines erhöhten Infektionsrisikos in der Corona-Warn-App, die ich erneut besonders allen Schüler*innen der höheren Jahrgänge dringend empfehlen möchte.
  • Es ist bei der Beschäftigung mit den beiden Meldungen vom Wochenende sehr deutlich geworden, wie wichtig verlässliche Sitzpläne und deren dauerhafte Einhaltung sind. Ein „kleiner Sitzplatzwechsel“ bedeutet im Falle eines positiven Tests, dass es a) viel aufwändiger wird, die Kontaktpersonen zu ermitteln und b) ggf. für deutlich mehr Schüler*innen als Kontaktpersonen eine Quarantäne verfügt werden muss.
  • Und schließlich bestätigt diese neue Situation noch einmal die Wichtigkeit einer konsequenten Nutzung der Mund-Nasen-Schutzmasken, der Einhaltung der Regeln für die Handhygiene und die Lüftung der Räume und die Einhaltung des Abstands von 1,5 m, wenn die Maske abgenommen wird.

Danke an euch, liebe Schüler*innen, dass ihr durch eure Umsicht, euer diszipliniertes Verhalten und den einen oder anderen freundlichen Hinweis an Mitschüler*innen, die die Regeln „gerade vergessen haben“ mithelft, dass wir mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen durch diese schwierigen Wochen und Monate kommen. Und danke an Sie, liebe Eltern, dass Sie immer wieder für die Einhaltung der Regeln werben und deren Bedeutung Ihren Kindern erklären.

Bleiben Sie und bleibt ihr alle gesund!

Mit einem freundlichen Gruß, W. Arnoldt

22. November 2020 Autor:  Wolfgang Arnoldt 0 Kommentare

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