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Münster, Daumier und das Fahrrad
Sie stehen an fast jeder Ecke, ihre bunten Farben kann man nicht übersehen. Ausgestattet mit übergroßen Klingeln und Gepäcktaschen trifft man sie in dieser Stadt beinahe so oft wie Autos oder Hunde in anderen Städten. Das Fahrrad ist ein Markenzeichen der Stadt Münster. Diese Erfahrung haben die Schüler und Schülerinnen des Kunstkurses von Frau Kretzer und des Deutschkurses von Frau Huber auf ihrer Studienfahrt gemacht. Doch ist dies sicher nicht die einzige Erfahrung, die die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangstufe 12 innerhalb der zwei Tage gemacht haben.
Nach der Anreise mit der Deutschen Bahn am Donnerstag, dem 29.10.2009, suchten wir uns erst einmal den Weg quer durch die Stadt zum Jugendgästehaus am Aasee.
Nach dem Beziehen der Zimmer bestand die Möglichkeit, die Stadt in kleinen Gruppen näher kennen zu lernen.
So entdeckte man also neben den zahlreichen Fahrrädern den Stadtkern, dessen historisches Gesicht nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Markante Punkte bilden zum Beispiel das Rathaus, der St. Paulus Dom von Münster oder die Lamberti Kirche.
Den Abend verbrachten wir dann am Hafen, dessen Ufer von modernen Bars gesäumt wird.
Das Programm für den zweiten und letzten Tag unserer Exkursion war auf den Besuch im „Graphikmuseum Pablo Picasso Münster" ausgerichtet. Dort lernten wir durch eine informative und nicht zu lange Führung die Person und die grafischen Werke des Künstlers Honoré Daumier (1808-1879) kennen. Bekannt ist er vor allem durch die enorme Anzahl seiner Karikaturen, in denen er die Politik und die Gesellschaft des monarchistischen Frankreichs des 19. Jahrhunderts kommentierte und kritisierte. Die Thematik seiner Kunst spiegelt sich auch im Unterricht wider, indem die Ideen der Aufklärung und des Sturm und Drang behandelt werden, die unter anderem erst den Grundstein für Staatskritik und freie Meinungsäußerung legten.
Nach einer Mittagspause fuhren wir dann gegen 14.30 Uhr mit dem Zug in Richtung Köln und anschließend weiter nach Düren, wo unsere Fahrt endete.
Was bleibt, ist ein interessanter Eindruck der Stadt Münster, die Erinnerung an eine nette Kursfahrt und die Frage, wie Honoré Daumier wohl die Stadt beurteilt hätte. Wäre Münster für ihn auch die lebenswerteste Stadt der Welt, diese Auszeichnung gewann Münster bereits zwei Mal, oder würde er hier auch die Gesellschaft mit ihren Angewohnheiten und Fehlern kritisieren? Eines wäre aber wohl gewiss - das Fahrrad fände Eingang in seine Kunst.
von Pascal Pesch
(Studienfahrt der Kurse LK
Deutsch (Huber) und GK Kunst (Kretzer) nach Münster, November 2009)
Die Ergebnisse des kreativen Schreibauftrags zum Thema sind hier zu finden.
10 Tage Vorschau
- Montag, der 6. September 2010
- 1. Schulpflegschaftssitzung
- Donnerstag, der 9. September 2010 19:00
- 1. Pflegschaftssitzung Jgst. 5
Kurznachrichten
- Das neue Halbjahr kann kommen!
- Der Stundenplan für das Schuljahr 2010/2011, 1. Halbjahr ist ab sofort hier verfügbar.
- Neues Logo veröffentlicht
- Endlich hat auch das Gymnasium Kreuzau ein eigenes Logo!



