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Dr. med Hans Göntgen zu Besuch am Kreuzauer Gymnasium


Auf Initiative der Volleyball-AG verwandelte Dr. Göntgen an mehreren Freitagnachmittagen die Sporthalle 5 in ein Lernzentrum, in dem die Teilnehmer/innen in Kleingruppen lernten, Leben zu retten. Auf der Basis einer Videosequenz von „Mr. Bean“, dem bei der Rettung eines Menschenlebens eben jene kleine Missgeschicke unterliefen, die wahrscheinlich vielen Ersthelfern in einer Notsituation ebenfalls den (Angst-) Schweiß auf die Stirn treten lassen würden, unterrichtete Dr. Göntgen die Schüler/innen, in der Diktion dem Alter der Lerngruppe stets angemessen, mittels PowerPoint-Präsentation, Animationen, Grafiken, Statistiken und seiner humorvollen Art Aspekte der Lebensrettung.

Dass es sich hierbei um die erste Unterrichtseinheit dieser Art überhaupt an einer weiterführenden Schule handelt ist sicherlich erwähnenswert, viel wichtiger hingegen ist die Tatsache, dass ein Profi (Dr. Göntgen ist nicht nur Anästhesist am Dürener Krankenhaus, sondern auch ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Düren und als leitender Notarzt viel im Einsatz) den aktuellen Stand der Notfallmaßnahmen vermittelte. Weiß der Leser noch, welchen Arm man bei der stabilen Seitenlage wohin legen sollte? Die Beine? Beatmung und Herzdruckmassage – was zuerst, in welchem Rhythmus, wie oft, wie lange? Vergessen Sie’s! Schnee von gestern. Heute geht das alles viel einfacher – und unsere Volleyballer wissen es jetzt durch praktische Übungen, die wirklich jeder sofort konnte. Das Prinzip der einfachen Rettung spiegelte sich auch im Gebrauch des LIFEPAK CR plus AED wider, eines tragbaren Geräts zur Defibrillation, bis vor wenigen Jahren nur von Profis zu benutzen. Aufgrund der Sprachsteuerung in deutscher Sprache folgt man lediglich den Anweisungen des Gerätes. Yannick Hüttl aus der Klasse 5b als jüngster Teilnehmer löste ohne jede Anweisung des Arztes korrekt den Elektroschock zur Reanimation aus, nachdem er selbstständig die Elektroden an den richtigen Körperstellen angebracht hatte. Die Entscheidungen trifft das Gerät, man muss nur zuhören, zwei kleine Handgriffe genügen, Hektik kommt gar nicht auf.
Das für das Schul- und Sportzentrum Kreuzau nächst erreichbare Gerät, meistens kurz als Defi (Defibrillation) bezeichnet, befindet sich im Eingangsbereich der Rurwelle.
Der Kurs zur Lebensrettung wird fester Bestandteil innerhalb der Aktivitäten der Volleyball-AG werden. Die Einfachheit wird sicherlich dafür sorgen, dass das erworbene Wissen nicht verloren geht.

R. Gath

von Stephan Deister am 04.04.2007 um 13:17 Uhr | 807 mal gelesen

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Mittwoch, der 15. September 2010
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